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Rauf III

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Rauf III

Bd. 7, Sp. 162
Rauf III, Räufe das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk rāf m. [in Saarbr, Simm-Schlierschd daneben -E-; ebenso Ottw-Dirming, Saarl, Birkf-Idar, Simm-Laub]; Mosfrk an der Saar von Merz an -ā- m., in Trier u. Mos -- m. [Kobl, May -ā-]; Kobl-Mülh, Koch-Hambuch, Zell-Trarb Enkirch Sohren bis einschl. Malm, Schleid-Lommersd, Aden-Kaltenborn Hümmel -ō- m. [Bitb-Mettend --; Seimerich -ā-]; OEif, Westerw -- m.; Siegld raufə; OBerg in Waldbr, Gummb-Homburgisch rōfə f.; Rip rf [uAhr, Köln-Stdt -øy-; Sieg-Honnef -ou-; Bo-Holzem Villig Werthhv -ō-; WWippf, uWupp rfə] f.; Gummb-Schwarzenbergisch, nfrk. Wippf rpə f.; NBerg røypə, rȳ(ə)pə [Mettm-Cronenbg -īə-] f.; SNfrk rp [diese unverschobene Form reicht südl. der Benr-L. nach Aach-Walh, Jül-Hasselsw Mersch Tetz, Eup-Raeren, Monsch-Zweifall; ndl. ruif entsprechend herrscht rf in Kemp-SHubert Stdt] f.; Eup røyp f.; n. einschl. Ruhr røyp, reyp f.; Geld, Mörs rp, –øy- f.; Klev, Emmerich, ndl. ruif entsprechend, røyf; meist Sg. t. [Bitb rōf, Pl. -ē-; Mettend --, Pl. -E-]: 1. schräg an der Wand des Stalles über der Krippe hängendes leiterähnliches Gestell, dessen unterer Baum fest an der Mauer anliegt, der obere etwa 30—40 cm von der Mauer absteht u. durch Draht oder Latten festgehalten wird, die R. hat Sprossen, die etwa 10—12 cm voneinander entfernt sind; auf die R. legt man das Futter (Heu, Stroh), das vom Vieh, Pferd zwischen den Sprossen herausgezogen wird; dem Perd Hei an (in) de R. duhn Bitb, Allg.; eich hon de Kih schunn Hau in de R. gedohn Simm, Allg.; dat Perd frett et Heu ut de R. SNfrk, Allg. RA.: Mager wie (äs) en R. Sol. De R. dorf dem Peərd net nogohn (nolofen) das Mädchen soll dem Burschen nicht nachgehen Bitb, Prüm-Schleid. Der R. hängt em jet huh; den hot de R. hihch hänken Schmalhans ist bei ihm Küchenmeister Eif, Allg.; he mott de R. get huhger gehange kriə ihn kurz halten Eup, Allg. En hat e gude R. er sieht gut genährt aus Trier-Mehring. Gertraud, de Kouh en de Staud, heft de Schofen de R. op, de Bei en de Flogg Merz. He es a gen grote R. gebounde ist im Staatsdienst, vieler Sorgen enthoben Eup. He het et letzte Heu op der R. hat nur noch kurz zu leben NBerg. He hat än op der R. hat noch etwas vor Altk-NFischb; er hat bei mir wat op dem Refchen auf dem Kerbholz Neuw-Ramschd. Du kas met de Hipp (Ziege) ut de R. frete! so schmale Backen hast du Duisb. Wer mager ist, frett dörch de Röpen Lennep-Radevormwald; he es so mager, äs wenn he jet durch en R. kreəg Wermelsk, MülhRh-Overath; Do wurste dur de R. gefoərt (gefüttert) hast wenig Essen bekommen Kemp-SHubert. Su mager, äs dur de R. gefallen Sol. Du siehs us, wie wannste durch de R. gefloge wörsch so unordentlich, zerrissen Sieg-Rhönd. De sitt us, mer ment, e wär dörch en R. gelammp (gelammt) ganz mager Rheinb-Hilberath. Wemmer neist am (im) R. hot, hert et Plogfohren of Trier-Mehring. Et rappelt zu Hof (beim Rappeln in den Kartagen), de Kuh hot noch neist om (im) R. Wittl-Salmrohr. De ka traurig un (in) de R. kauken er hat nichts zu essen Wittl-Cröv. Jet en de R. losse im Stiche lassen Sieg-Eudenb. Dat blif en de R. er hält sein Versprechen nicht Sieg-Süchterscheid. Jet en der R. losse zurücklassen, im Stiche l. Sieg-Eudenb. Duəhn ens de Katz jet Heu ejen R.! sagt man, wenn man sich unter Erwachsenen über Dinge unterhalten will, die für die Kinder nicht bestimmt sind Aach-Stdt. De besten Küh sükt (sucht) me onger der Röpen die besten Mädchen zur Heirat im Hause Gummb-Berghsn. — 2. übertr. a. sachl. α. røyf Sackleinen unter dem Wagen, zur Aufnahme einer Portion Heu für eine Tagesfahrt Emmerich. — β. rf Kleiderrechen Rheinb-Harth Loch Sürst. — γ. rōfə Gestell zum Aufbewahren des Brotes Waldbr-Dattenf, Gummb-Nümbrecht Harschd; -au- Siegld-Eisern; auch Brot(s)r. — δ. røyf hohe Mande Neuw-Schönebg; rp Heukorb Heinsb-Aphv; rf Rückentragkorb Dür-OMaub, zum Misttragen in den Weinberg Ahrw-Altenahr. — ε. rf Gestell, auf dem die Kartoffeln von der Karre in den Keller gleiten Kemp. — ζ. rf Obertenne, zum Lagern der Garben Wittl-GrLittgen; røyf Seitengefach der Scheune Emmerich. — η. rf dicke Pustel von Blut u. Eiter bei Ausschlag uWupp 1870 (røf Schorf). — b. persönl. verächtl. en aul Rüəpe alte, magere Kuh Remschd; rfə Wippf-NHürholz.
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Cotta, M. (2026). „raufiii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/raufiii/rhwb?formid=R01698
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Cotta, Marcel. „raufiii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/raufiii/rhwb?formid=R01698. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „raufiii". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/raufiii/rhwb?formid=R01698.
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