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Rasselbande

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Rasselbande

Rasselbande

rasseln Vb. ‘klappern, rattern, ein Geräusch von sich geben (mit aneinanderschlagenden Ketten, mit Lärminstrumenten)’, mhd. raʒʒeln ‘toben, lärmen’ ist Iterativum zu gleichbed. mhd. raʒʒen, frühnhd. rassen (bis Ende 16. Jh.). Für rasseln kann in frühnhd. Zeit semantischer Einfluß von mnd. rettelen ‘klappern, rattern’ angenomen werden. Allgemein verbindet man diese Verben mit aengl. hratian ‘eilen’, anord. hrata ‘fallen, stürzen, schwanken, eilen’ und schließt sie mit verwandtem Scherz (s. d.) an eine Dentalerweiterung ie. *(s)kerd-, *(s)kred- der dort genannten Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘springen, herumspringen’, eigentlich ‘(sich) drehend bewegen, schwingen’ an. Angesichts der semantischen Differenzen scheint es jedoch möglich, nhd. rasseln, mnd. rettelen, nd. rateln, nl. ratelen, engl. to rattle ebenso wie rattern (s. d.) als lautmalende Bildungen von den zuvor genannten Formen abzutrennen. – Rassel f. ‘Knarre, Klapper’ (16. Jh.), ehemals ein Gerät der Nachtwächter, um ihr Nahen anzukündigen. Rassel ist ein vorwiegend westd. und südd. Wort gegenüber nordd. md. Knarre (s. d.) und bair.-öst. Ratsche. Rasselbande f. ‘lärmende, zu gemeinsamen Streichen aufgelegte Schar übermütiger Kinder’ (19. Jh.), obsächs. ‘unbändige, lärmende Gesellschaft’, md. auch ‘liederliches Volk’.
1288 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    rasselbandef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    rasselbande , f. lärmende bande; mitteldeutsch als schimpfwort für niedriges, liederliches volk. Albrecht 190 b .

  2. modern
    Dialekt
    Rasselbande

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Rasselbande Band 1, Spalte 1,1026

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rasselbande

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Zerlegung von rasselbande 2 Komponenten

rassel+bande

rasselbande setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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APA
Cotta, M. (2026). „rasselbande". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/rasselbande/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „rasselbande". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/rasselbande/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „rasselbande". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/rasselbande/pfeifer_etym.
BibTeX
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