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räkel

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

räkel m.

Bd. 14, Sp. 74
räkel, m. ungezogen dasitzender mensch, flegel, landschaftlich in Mitteldeutschland. Albrecht 189b; niederd. ist rekel, räkel, ein in die länge gerecktes oder gestrecktes und gedehntes etwas, oder auch ein lang, schlank und hoch oder grosz und stark gewachsenes etwas, dann ein unfein und faul sich dehnender und reckender mensch, faulpelz, flegel u. s. w., vergl. ten Doornkaat-Koolman 3, 27b; niederl. rekel, canis domesticus, rusticus, pecuarius, canis minime generosus; homo avarus, euclio. Kilian; in schreibungen reckel, röckel, rekel: das weib fing an zu hadern und zu schmehen, du langer reckel. Zinkgref apophth. 2, 272; vieles schlimme kann ich dulden, aber eins ist mir zum ekel, wenn der nervenschwache zärtling spielt den genialen rekel. Immermann bei H. Heine 1, 189.
789 Zeichen · 14 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Räkel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Räkel , S. Adelung Rekel .

  2. modern
    Dialekt
    Räkelm.

    Pfälzisches Wb.

    Räkel m. : 1. 'verkümmerter, unterernährter Mensch', Rekel [ KU-Dunzw RO-Lettw ]. — 2. 'träger, fauler Mensch', Räkel [ …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raekel

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von raekel 2 Komponenten

rae+kel

raekel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

raekel‑ als Erstglied (16 von 16)

Räkelduurn

MeckWB

Räkelduurn m. Dorngeflecht auf dem Ricktun zum Schutz gegen Übersteigen Schö.

rǟkelen

WWB

rake·len

rǟkelen V. [verstr.] 1. rekeln, nach dem Schlaf die Glieder dehnen; sich wälzen ( Hal Bh ). Dat Farken reekelt sik ( WmWb ). — 2. in schlech…

räkelhaft

DWB

raekel·haft

räkelhaft , adj. und adv. wie ein räkel: ein räkelhafter mensch; sich räkelhaft hinsetzen.

räkelig

MeckWB

räkelig flegelhaft, sich hinflegelnd Schö Dem .

Räkel II

RhWB

Räkel II -E- weisses Priestergewand s. Röchel.

Räkel III

RhWB

Räkel III -Eg-, Pl. -əln Saarl-Berus Bisten m.: schleimiger Auswurf, der mit Geräusch ausgeworfen wird.

räkelisch

DWB

raekel·isch

räkelisch , adj. und adv. wie räkelhaft: wo christliche oberkeiten die studenten von den üppigen kleidungen, von den rülpischen gebärden, vo…

Räkel IV

RhWB

Räkel IV das Wort, mnd., ndl. rekel ‘grosse Bauernrüde von unedler Rasse’, ist nach Wk. VII 1 im nördl. Geb. geläufig; südl. davon begegnen …

Räkeljochen

MeckWB

raekel·jochen

Räkeljochen m. ein sich räkelnder Junge Ha Hoort ; unmanierlicher Mensch Ro Steff .

räkeln I

RhWB

räkeln I -E:k-, –E- schw.: 1. den Begattungsakt ausführen, vom Räkel Mörs-Neuk . — 2. sich r., sich faul, flegelhaft auf dem Stuhle hin- u. …

räkeln II

RhWB

räkeln II -Ek- = schüren s. riekeln.

Räkelpenning

MeckWB

raekel·penning

Räkelpenning Pl. -s m. Rechenpfennig: 'in den geloven ..., rekelpennige weren Goldtglden' Gry. Paw. (?) 4 a ; Mi Nachtr. ; he denkt, dat (P…

Räkelssinn

RhWB

raekel·s·sinn

Räkels-sinn -əltsen Kref-Stdt m.: in der Wend.: Den Hongk hät R. will zur Hündin.

Räkeltäw

MeckWB

Räkeltäw f. Schelte für ein Frauenzimmer (1892) Wa.