Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
quistîg adj.
adj.; mnl. quistich. — Graff IV,531 s. v. chist, chistic (mit anderer etymologischer Zuordnung, vgl. auch gi-kist(i) adj. Ahd. Wb. 5,204 u. kista sw. f. ebda.).
chistic: Grdf. Gl 1,287,22 (Rd).
Hierher wohl auch, verschrieben: chista: Grdf.? Gl 1,287,22/23 (Jb; nach Graff a. a. O. chist adj., vgl. auch Schindling S. 96).
hartnäckig, ungebrochen: frauali ungibrachi chistic [(Jacob zu seinen Söhnen, nachdem jene die Vergewaltigung der Schwester grausam gerächt hatten:) maledictus furor eorum, quia] pertinax [: et indignatio eorum, quia dura, Gen. 49,7]; zum Adj. fravali in der Bed. ‘trotzig, hartnäckig’ vgl. Ahd. Wb. 3,1202; oder ist unter Berücksichtigung der Wortsippenzugehörigkeit u. der Polysemie von fravali eine Alternativgl. in der Bed. ‘heftig, ungestüm, vernichtend’ (vgl. Ahd. Wb. a. a. O. Sp. 1201 mit Belegzuordnung sowie s. vv. fir-, irquisten) zu erwägen?