Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
priamel f. n.
priamel , f. n. , entstellt aus präambel ( s. dasselbe ). 1 1) das vorspiel auf einem tongerät, das präludium: des ersten macht ein harfer ein priamel ( in Mones anz. 7, 429 preambel) oder vorlouf, daʒ er die luit im uff zu merken beweg. Oberlin 1241 ( vom jahre 1482). 2 2) ein kurzes volksmäsziges spruchgedicht, in welchem mehrere gleichartige oder contrastierende sätze auf eine bestimmte spitze einer betrachtung hinauslaufen, sie gleichsam vorbereiten und das vorspiel dazu bilden, s. Eschenburg denkm. 394 ff. Lessing 12, 769 ff. H. Herder lit. 13, 188 . W. Grimm Freidank cxxii. Koberstein 5 …