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prēkel

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

prēkel m.

Bd. 2-2, Sp. 1671
prēkel (preͤckel), °prēkele (SL: Lüb. Gebetb.), m. (Pl. -e prēkel): stechende Spitze, Stachel, „Stimulus ... prekel, angel” (Dief. nov. 37). — 1. Stachel eines Tieres, ên ēgel is vul scherpe tackelen unde p.en (Veghe ? Wyng. 36). — 2. Stachel, Dorn einer Pflanze, de blāder sullen slicht wēsen sunder p. (ebd., 434). — 3. länglich-spitzes Instrument, „stiga” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.). — 3.1. (allg.:) spitzer Stab, meste prêne p. dâr hê ēm de ôgen scholde mēde gestēken ... hebben (Staphorst II 1, 197), „Pupigale eyn prekel dar me de wif mede prekelt wen se den steyn dreghet” (Dief. nov. 37). — 3.2. Sporn, Stachel zum Antreiben des Arbeitsviehs, wê dâr hōldet de plôch dê hastet de ossen mit dem p.e (SL: Eccles.), (Rda.:) tēgen den p. trēden/°wedder den p. strēven (Hamb. NT 1523 Act. ap. 26, 14)/ °wēder den p. sportelen (Bienenb. 46)/°tēgen den götlĩken p. strîden (Veghe 122)/jēgen den p. (achter) ûtslân (reformat.; nach Luther)/ wedder den p. slân vergeblichen und schädlichen Widerstand gegen eine höhere Macht leisten (nach Act. ap. 26, 14), (ähnlich:) it is hart tô gânde tēgen den p. (SL: Lüb. Passional), °jemdn. in sînen p.en hebben in seiner Gewalt haben, kontrollieren, dû heft quât wedderspolteren wedder den dê dî in sînen p.en heft (Marcolphus 51). — 3.3. Gerät zum Fischfang, Aalharke, Aalstecher (Neoc. 1, 204). — 3.4. °(im Schriftwesen:) Instrument zum Stechen von Lineaturmarkierungen im Schreibbogen, Punktiereisen, „Punctorium ... quo pungimus” (Brev. Benth.). — 4. spitze Bewehrung, Beschlag. — 4.1. °Sporn, Pickel an einem Schild, p.e tô den stormtārtzen (Ub. Hildesh. 5, 449). — 4.2. °eiserne Spitze am []terenunteren Ende des Bischofsstabes, „dat sente Peter sinen staf sande an Dudisch lant. De staf wart an twe gedelet, de overste del is to Colne unde hevet enen elpenbenenen knop ovene, dat niderste is to Triere unde heved enen prekel” (Sächs. Wchr. 95). — 5. (bildl.:) tiefe Empfindung, seelischer Schmerz, Unruhe, der sünde bōrden und p. in angst und nôt (Münst. Täufer 1, 81), de p. der lêve schal uns bewēgen (SL: Lüb. Gebetb.). prēkelbôm, ~staf
2101 Zeichen · 92 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    prekel

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    prekel, m. jedes stechende Ding, Stachel, Stocher; = LW pricke, Werkzeug zum Aalfange.

  2. modern
    Dialekt
    Prekel

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Prekel -ē:- = Zwinge, Stock mit Zw. s. Prickel V.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit prekel

8 Bildungen · 7 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von prekel 2 Komponenten

pre+kel

prekel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

prekel‑ als Erstglied (7 von 7)

prēkelbôm

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prekel·bom

° prēkelbôm ( preckel- ), m. ( Pl. -e ) : ein im Zimmermannshandwerk verwendeter Baumstamm (Ub. Hildesh. 6, 119 u. Brinckmeier 2, 148: Brsch…

prekelbôm

LW

prekel-bôm, hölzerne Stange oder Stock mit eiserner Spitze, mit dem man die prikkel- oder prekelsleden auf dem Eise forttreibt.

prēkeler

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pre·keler

° prēkeler , m. : Person die Lineaturstiche in Papier oder Pergament anbringt, Punktierer, „Punctor” (Dief. 11).

prēkelich

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prekel·ich

° prēkelich , adj. : stechend, „pungitiuus” (Liljebäck Gl.).

prēkelstaf

MNWB

prekel·staf

*° prēkelstaf , m. : spitzer Stab, (bildl.:) dîn (Jesu) dôt des dôdes p. geworden is dat krü̂z sîn graf (Rosarium 57).

prekel als Zweitglied (1 von 1)

pêkprēkel

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pek·prekel

° pêkprēkel , m. : metallene Spitze eines Spießes oder eines anderen Geräts zum Stechen, „ Pekprekel alse dat korte iseren in deme peke stim…