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Poētik

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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Poētik

Bd. 16, Sp. 63
Poētik (griech.) ist die Theorie der Poesie (s. d.). Sie handelt von deren Wesen, Formen und Gattungen, von der in ihr zur Darstellung gelangenden Gedankenwelt wie von ihren sprachlichen Darstellungsmitteln. Die älteste P. hat Aristoteles verfaßt; wir besitzen sie jedoch nur in Bruchstücken, die namentlich das Heldengedicht und die Tragödie betreffen. Eine weitere P. aus dem klassischen Altertum ist die in poetischer Form abgefaßte »Ars poetica« des Horaz. Die erste deutsche P. von Bedeutung gab Opitz in seinem Buch »Von der deutschen Poeterei« (1624; neuer Abdruck, Halle 1876). Doch ging er, der ganz von fremden Vorbildern abhängig war, wie seine zahlreichen Nachahmer, fast nur auf Erörterung des Äußerlichsten der Poesie aus. Unter den spätern deutschen Werken über P., von denen die meisten nur noch historische Bedeutung besitzen, sind hervorzuheben: Gottsched, Versuch einer kritischen Dichtkunst vor die Deutschen (Leipz. 1730); Breitinger, Kritische Dichtkunst (Zürich 1740); Sulzer, Allgemeine Theorie der schönen Künste (letzte Ausg., Leipz. 1792–94, 4 Bde.); Engel, Anfangsgründe einer Theorie der Dichtungsarten (Berl. 1783); Eschenburg, Entwurf einer Theorie und Literatur der schönen Redekünste (das 1805; 5. Aufl. von Pinder, 1836). Namhafte Werke der neuesten Zeit sind: Carriere, Das Wesen und die Formen der Poesie (2. Aufl., Leipz. 1884); Gottschall, Poetik (6. Aufl., Bresl. 1893, 2 Bde.); E. Kleinpaul (Langewiesche), Poetik (9. Aufl., Leipz. 1892); W. Wackernagel, P., Rhetorik und Stilistik (3. Aufl., Halle 1906); Beyer, Deutsche P. (2. Aufl., Stuttg. 1887, 3 Bde.); Baumgart, Handbuch der P. (das. 1887); Viehoff, Die P. auf Grundlage der Erfahrungsseelenlehre (Trier 1888); W. Scherer, Poetik (Berl. 1888); P. Heinze und R. Goette, Deutsche P. (Dresd. 1891); Borinski, Deutsche P. (2. Aufl., Leipz. 1901, Sammlung Göschen); Elster, Prinzipien der Literaturwissenschaft (Bd. 1, Halle 1897); Bruchmann, P., Naturlehre der Dichtung (Berl. 1898); E. Wolff, Poetik (Oldenb. 1898); Roetteken, Poetik (Münch. 1902 ff., 3 Tle.). Einzelne Abschnitte der Geschichte der deutschen P. behandeln: Borinski, Die P. der Renaissance in Deutschland (Berl. 1886); Braitmaier, Geschichte der poetischen Theorie von den Diskursen der Maler bis Lessing (Frauenfeld 1888–89, 2 Tle.). Wichtige Erörterungen über einzelne Fragen und über das allgemeine Gebiet der P. finden sich in den Schriften Lessings, in den Briefwechseln Schillers mit Goethe, Humboldt und Körner, in den Ästhetiken von Jean Paul, Hegel, Vischer, Carriere, A. Zimmermann, Fechners »Vorschule der Ästhetik«, Lotzes »Geschichte der Ästhetik in Deutschland« etc.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Poētik

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Poētik , plur. inus. außer von mehrern Lehrbüchern dieser Art, die -en, aus dem Griech. und Lat. Poetica, die Anweis…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Poetik

    Goethe-Wörterbuch

    Poetik -tic T2,66,8 , -tick B2,174,26 Lehre von den Formen u Regeln literarischer Texte, Anweisung zur Dichtkunst; auch …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Poētik

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Poētik (griech.) ist die Theorie der Poesie (s. d.). Sie handelt von deren Wesen, Formen und Gattungen, von der in ihr z…

  4. Spezial
    Poetikf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Poetik , f поэтичность , ж

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Zerlegung von poetik 2 Komponenten

poe+tik

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Cotta, M. (2026). „poetik". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/poetik/meyers
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Cotta, Marcel. „poetik". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/poetik/meyers. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „poetik". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/poetik/meyers.
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