Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pirol m.
Pirol m.
Pirol m. Singvogel, das Männchen mit leuchtendgelbem Gefieder, schwarzen Flügeln und schwarzem Schwanz, spätmhd. (bruoder) piro, frühnhd. Bruder Birolff (15. Jh.), Bierolff, Birolff, Berolff (16. Jh.), obsächs. Pyrohl (18. Jh.) sind den Ruf des Vogels nachahmende Bildungen. Vgl. spielerische Abwandlungen der Mundarten wie Bierhold, Bierholer, Biereule, Bierhahn, Beerhold, (Herr von) Bülau, (Vogel) Bülo(w) u. dgl. Die genannten Bezeichnungen verdrängen älteres mhd. witewal, wittewal, (md.) wedewal, frühnhd. witwol, weidwail, witwalch, das wie mnd. mnl. wēdewāle, nl. wielewaal, mengl. wodewale, engl. (mundartlich) witwall, woodwall ein Kompositum darstellt, dessen erstes Glied wohl auf germ. *widu- ‘Holz, Baum, Wald’ zurückgeht (wie in Wiedehopf, s. d.), während das Grundwort wiederum als Nachahmung des Vogellauts angesehen werden kann.