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pieper

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Pieper

Bd. 15, Sp. 866
Pieper (Anthus Bechst.). Gattung der Sperlingsvögel aus der Familie der Stelzen (Motacillidae), lerchenähnliche Vögel mit schlankem Leib, geradem, pfriemenförmigem Schnabel, mittellangen Flügeln und Schwanz, schlankläufigen Füßen, schwachen Zehen, aber großen Nägeln, von denen der hinterste sich spornartig verlängert. Der Wiesenpieper (Wiesen-, Wasser-, Zipp-, Spieß-, Steinlerche, A. pratensis L.), 15 cm lang, 24 cm breit, oberseits olivenbraun, dunkel gefleckt, mit rostgelbem Streifen über den Augen, licht rostgelber, dunkel gefleckter Brust, dunkel olivenbraunen Flügeln mit zwei gelbbräunlichen Querbinden und dunkel olivenbraunem Schwanz, findet sich in Europa und Westasien, erscheint bei uns im März und April, lebt gesellig als halber Sumpfvogel, singt, wie die Lerche, im aufsteigenden Fluge, nistet auf dem Boden und legt Ende April und Juni 5–6 grauweiße, braun gezeichnete Eier (s. Tafel »Eier I«, Fig. 74). Im September bis Oktober wandert er, nicht selten mit den Feldlerchen, bis Südeuropa, Nordafrika und Nordwestindien. In der Gefangenschaft hält er sich gut. Der Baumpieper (Waldpieper, Leinvogel, Spieß-, Spitzlerche, A. trivialis L.). dem vorigen ähnlich, aber etwas größer, ist oberseits gelb-braungrau, streifenartig dunkler gefleckt, auf der Unterseite bleich rostgelb, an der Oberbrust und den Seiten schwarz gefleckt, mit hellen Flügelbinden, lebt im Sommer in Wäldern Mitteleuropas und Sibiriens, erscheint bei uns im April und weilt bis August, September, meist einsam, mehr auf Bäumen als die andern Arten, nistet auf dem Boden und legt im Mai bis Juli 4–5 in Gestalt und Färbung sehr variierende Eier (s. Tafel »Eier I«, Fig. 73). Er singt trefflich und eignet sich sehr gut für den Käfig. Der Brachpieper (Brach-, Krautlerche, Brach-, Feldstelze, A. campestris L.), 18 cm lang, 28 cm breit, mit verhältnismäßig starkem Schnabel und hohen, kräftigen Füßen, oberseits licht gelblichgrau, wenig gefleckt, unterseits trübe gelblichweiß, mit hellgelbem Streifen über den Augen und zweimal gelblichweiß gebänderten Flügeln, lebt in Europa nördlich bis Südskandinavien, Mittelasien bis Südsibirien und in Nordafrika, weilt bei uns von April bis September, findet sich in dürren, steinigen Gegenden, nistet zwischen Gras und Heidekraut und legt im Mai bis Juli 4–6 trübweiße, matt rötlichbraun gezeichnete Eier, die das Weibchen allein ausbrütet. Alle P. leben von Insekten, Spinnen, Würmern; sie fressen auch seine Sämereien.
2475 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    pieperm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    pieper , piper , m. einer der piept, namentlich ein piepender vogel ( nd. piper, pieper pfeifer Schiller-Lübben 3, 331 b…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pieper

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Pieper (Anthus) , Vogelgattung aus der Ordnung der Insectenfresser, zwischen Lerche u. Bachstelze stehend, jener im Gefi…

  3. modern
    Dialekt
    Pieper

    Pfälzisches Wb.

    Pieper in PfWB Heupieper 'Heuschrecke'.

  4. Sprichwörter
    Pieper

    Wander (Sprichwörter)

    Pieper Pieper, pack em. – Frischbier 2 , 2937. Pieper, ein bekannter Fleischermeister in Fischhausen soll als Abgeordnet…

  5. Spezial
    Pieper

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pie|per ( Motacillidae) m. (-s,-) ‹ornit› pivët (-ëc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pieper

13 Bildungen · 4 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von pieper

piep + -er

pieper leitet sich vom Lemma piep ab mit Suffix -er.

Zerlegung von pieper 2 Komponenten

pie+per

pieper setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

pieper‑ als Erstglied (4 von 4)

Pieper(er)

BWB

Pieper(er) Band 2, Spalte 2,729f.

pieperei

DWB

piepe·rei

pieperei , f. das piepen, gepiepe: die einwendung gegen das heut ist die unstatthafteste piperei von der welt. Bürger (1829) 6, 133 .

pieperig

DWB

piepe·rig

pieperig , adj. , ostfriesisch von feiner, piepender stimme Stürenburg 175 b ( s. piepelig); holst. kränklich, klagend, stöhnend ( s. piepel…

pieperling

DWB

pieper·ling

pieperling , m. , brem. pipperling, ein zärtling der nichts vertragen kann. brem. wb. 3, 322.

pieper als Zweitglied (9 von 9)

Baumpieper

LDWB2

baum·pieper

Baum|pie|per (Anthus trivialis) m. (-s,-) ‹ornit› pivët di lëgns m.

Bergpieper

LDWB2

berg·pieper

Berg|pie|per (Anthus spinoletta) m. (-s,-) ‹ornit› pivët de munt m.

glückspieper

DWB

glucks·pieper

glückspieper , m. : in den städten ist der papagei heute bekannt als 'glückspieper' und talisman aus schokolade oder als lebender auswähler …

Heupieper

PfWB

heu·pieper

Heu-pieper m. : = PfWB Heuhuppser 1, Hääbipeʳ [ LA-Mart ]. —

waldpieper

DWB

wald·pieper

waldpieper , m. der baumpieper, die heidelerche, anthus arboreus Bechst. Brehm thierl. 2 5, 251.

wasserpieper

DWB

wasser·pieper

wasserpieper , m. die vogelart anthus aquaticus Bechst. Naumann vögel Deutschlands 3, 789 . Leunis zool. 3 1, 389. —

weidenpieper

DWB

weiden·pieper

weidenpieper , m. der baumpieper, anthus arboreus oder trivialis Brehm thierl. 4, 249 , s. weidenlerche 2). —