Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Philologie f.
Philologie f.
Philologie f. Wissenschaft, die das Schrifttum einer Sprache allseitig untersucht und interpretiert (16. Jh.), aus lat. philologia, griech. philología (φιλολογία) ‘Liebe zum Sprechen und Disputieren, wissenschaftliches Streben, Beschäftigung mit Sprache und Literatur’; s. phil- und -logie. – Philologe m. ‘Wissenschaftler auf dem Gebiet der Philologie’, Entlehnung (16. Jh., bis Ende 18. Jh. in lat. Form und Flexion), zunächst im Sinne von ‘wer Liebe zu den Wissenschaften und zur Beschäftigung mit Wissenschaften und schönem Schrifttum hat, Gelehrter’, von lat. philologus ‘Freund der Wissenschaften, Gelehrter, Literat’, griech. philólogos (φιλόλογος) ‘wer das Sprechen liebt, Freund von Reden, insbesondere von gelehrter Unterhaltung’, adjektivisch ‘das Wort, die Sprache liebend’. philologisch Adj. ‘die Philologie betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr beruhend, peinlich genau’ (17. Jh.); vgl. mlat. philologicus, griech. philologikós (φιλολογικός).