Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
phares
Hss. Basel Abt. B 1,492 (Basel B. V. 21, Hs. 12. Jh.) in: . sc . phares zu: [at contra, iste cum regimen appetit, attendat ne per exemplum pravioperis, Pharisaeorum more, ad ingressum regni tendentibus obstaculum fiat: qui iuxta] magistri [vocem nec ipsi intrant, nec alios intrare permittunt, Greg., Cura 1,9, PL 77,22C] (z. St. vgl. Matth. 23,13) ist nicht sicher gedeutet. Die interlinear eingetragene Gl. wird laut Ausg. mit sc. eingeleitet. Zu erwarten wäre jedoch entweder . s. oder auch . i., das bei den deutschen Glossen in dieser Hs. jedoch so gut wie nie gesetzt wird. Es könnte sich um den Gen. Sing. eines Substantivs zur Wiedergabe von magister ‘Meister, Lehrer (bez. auf Jesus Christus)’ handeln (vgl. dazu Thes. VIII,85 f., DML VI,1680c u. 1681a sowie Niermeyer, Lex.2 S. 817). Man könnte an ein sonst nicht belegtes Subst. phar st. m. ‘Glaubenslehrer u. Seelsorger’ (vgl. dazu frühnhd. pfar(rer), nhd. (älter) pfarr, dial. schweiz. pfarr Schweiz. Id. 5,1169; vgl. mhd. pharre sw. m., mnd. parre) denken. Dagegen spräche die dann zu erwartende Graphie mit Doppel-r.