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pfruontin

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

pfruontin

pfruontariAWB m. ja-St., Gl. 4,89,9 (2. Hälf-
te des 12. Jh.s, bair. und Ink.). 10 (2. Hälfte des
12. Jh.s). 247,15 (Hs. 1. Hälfte des 12. Jh.s, Zeit
des Gl.eintrags unbekannt, bair.): ‚Pfründner;
praebendarius, probendarius‘ (mhd. pfrüendæ-
re, pfrüender st.m. ‚dss.‘, nhd. Pfründer m.
‚dss.‘; mndd. prȫvener, prȫvender, prōvener m.
‚Nutznießer einer Pfründe, Pfründner, dessen
Unterhalt durch eine geistliche Einrichtung be-
stritten wird‘, daneben prēbendēr m. ‚Inhaber
eines Kirchenamtes, Geistlicher, der ein regel-
mäßiges Einkommen aus den Mitteln der
Kirche bezieht, Pfründner‘; frühmndl. proven-
dere m. ‚Pfründner‘ [a. 1240], mndl. provender,
prevender m. ‚dss.‘; afries. prōvenēr, prōvenār
m. ‚dss.‘, daneben auch provenda-mon m. ‚dss.‘
und latinisiertes/lat. prebendarius m. ‚Inhaber
einer geistlichen Pfründe‘). Nomen agentis mit
dem Fortsetzer des Lehnsuff. urgerm. *-ari̯a-.
S. pfruontôn, pfruonta, -ari. – pfruontinariAWB m.
ja-St., Gl. 4,89,10 (letztes Drittel des 12. Jh.s).
11 (12. Jh.). 11/12 (1. Hälfte des 13. Jh.s, bair.).
12 (11./12. Jh., bair.): ‚Pfründner; praebenda-
rius, probendarius‘ (mhd. pfrüendener st.m.
‚dss.‘, frühnhd. pfründner m. ‚dss.‘, nhd. Pfründ-
ner m. ‚Inhaber einer Pfründe‘, veralt. ‚Insasse
eines Altenheims, Armenhauses‘; mndl. pro-
vendenare m. ‚Pfründner‘). Vgl. pfruontari. –
pfruontônAWB sw.v. II, bei O und Gl. 4,197,6 (1.
Drittel des 11. Jh.s, mfrk.): ‚ernähren, Unterhalt
gewähren‘ (mhd. pfrüenden sw.v. ‚jmdm. den
Lebensunterhalt geben‘, frühnhd. pfründen sw.
v. ‚jmdn. mit einer Pfründe versehen‘, nhd.
mdartl. ält. schweiz. pfrüenden sw.v. ‚dss.‘
[Schweiz. Id. 5, 1290], bad. pfründen sw.v. ‚mit
einer Pfründe versehen‘ [Ochs, Bad. Wb. 1,
216], schwäb. pfründen sw.v. ‚mit einer Pfründe
versehen, als Pfründe liefern‘ [Fischer, Schwäb.
Wb. 1, 1080], bair. pfründen sw.v. ‚†Lebensun-
terhalt gewähren, langsam sein, zögern‘, bair.-
öster. pfruͤnden sw.v. ‚ernähren, vertragsmäßig
erhalten, eine alte oder kranke Person so an
einen Hof binden, dass jeder neu einziehende
Besitzer für diese sorgen muss‘ [Schmeller,
Bayer. Wb.² 1, 454; BWB 2, 693; Kranzmayer,
Wb. d. bair. Mdaa. in Österr. 3, 117], rhein.
pfründen sw.v. ‚ersparen, zurücklegen‘ [Mül-
ler, Rhein. Wb. 6, 797], hess.-nassau. pfründen
sw.v. ‚die Pfründe leisten‘ [Berthold, Hessen-
nassau. Volkswb. 2, 624]; frühmndl. provenden
sw.v. ‚mit einer Pfründe ausstatten‘ [a. 1298],
mndl. provenden sw.v. ‚dss.‘; vgl. auch mndd.
prēbendēren sw.v. ‚zur Sicherung des Lebens-
unterhaltes in geistlichen Institutionen Ein-
künfte aus einer Stiftung zusichern‘). Deno-
minale Bildung. S. pfruonta. – Ahd. Wb. 7,
293 f.
; Splett, Ahd. Wb. 1, 708; Köbler, Wb.
d. ahd. Spr. 861 f.; Schützeichel⁷ 251; Starck-
Wells 463; Schützeichel, Glossenwortschatz 7,
292. 303.
2870 Zeichen · 168 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    pfruontin

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    pfruontariAWB m. ja-St., Gl. 4,89,9 (2. Hälf- te des 12. Jh.s, bair. und Ink.). 10 (2. Hälfte des 12. Jh.s). 247,15 (Hs.…

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pfruontināri

KöblerAhd

pfruontināri , st. M. (ja) nhd. Pfründner, Pfründnehmer, Bezieher einer regelmäßigen Zuwendung ne. prebendary ÜG.: lat. praebendarius Gl Q.:…