Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
pflûmôn
(11. Jh.) und Gl. in St. Mihiel, Ms. 25 (wohl
11. Jh.), nur im Part.Prät.: ‚bunt(gewebt), bro-
katen, federweich; plumeus, polymitus, stragu-
latus‘ <〈Var.: fl->〉. Das Verb ist von entlehntem
pflûm- abgeleitet (s. pflûmfedara), das im Ahd.
nicht als Simplex belegt ist. – Mhd. pflûmen
sw.v. ‚ein Bett machen‘, eigtl. ‚(ein Kissen) mit
Federn stopfen‘, frühnhd. pflaumen sw.v. ‚Fe-
dern ausrupfen‘, nhd. mdartl. ndd. plǖmen sw.v.
‚Federn ausrupfen, Haut (von Kartoffeln) ab-
ziehen‘, geplǖmte kartuffeln ‚Pellkartoffeln‘.