Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
pergamenten
pergamenten
Pergament n. ‘zum Beschreiben hergerichtete Tierhaut, Schriftstück, alte Handschrift auf dieser Haut’. Die Bezeichnung ist vom Namen der antiken kleinasiatischen Stadt Pergamon abgeleitet, in der die Verarbeitung von Tierhäuten zu Schreibmaterial entwickelt worden sein soll; jedenfalls dient die um 180 v. u. Z. erfundene Pergamentherstellung (nach einem Exportverbot für ägyptischen Papyrus) dem Aufbau der pergamenischen Bibliothek. Dafür spätlat. pergamēna, pergamīna, pergamēnum, woraus ahd. pergamin (9. Jh.) und (vielleicht als Neuentlehnung) frühnhd. pergamen, pergemen, pergumene sowie Pergamen (Luther, Lessing, Goethe). Die heutige Form geht auf mlat. pergamentum zurück, das ahd. periment (10. Jh.), mhd. perment, permint(e), permīt, pergmīt, mnd. perment, permet, permint, parment und (mit erneuter Anlehnung an das Mlat.) spätmhd. pergamint, pergemente ergibt. – pergamenten Adj. ‘aus Pergament, wie aus Pergament, eingetrocknet, ledern’ (19. Jh.), pergamen (Lessing), permenten (16. Jh.), pirmet, permetein, birmentin (15. Jh.), mhd. per(ga)mentīn. Pergamentpapier n. ‘durchscheinendes, fettundurchlässiges Papier (zum Einwickeln von Lebensmitteln)’ (2. Hälfte 19. Jh.).