Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
peinlichkeit f.
peinlichkeit , f. , mhd. und md. pînlîcheit, leibliche oder innerliche pein, qual, leiden; auch peinliches gerichtsverfahren, tortur ( Lexer 2, 273 ), und so noch im 16. und 17. jahrh.: dasz der gefangne mit der peinligkeit billich angegriffen werde. Dief.-Wülcker 795 ( vom j. 1591); was jeder grad der peinligkeit oder tortur in sich habe. Adrian mittheilungen 299 (17. jahrh. ); jetzt bedeutet das den älteren nhd. wörterbüchern fehlende wort einen peinlichen zustand ( Adelung ), besonders die peinliche, pedantische, übertriebene sorgfalt und genauigkeit: die grüblerische peinlichkeit ( des ped…