Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Parenthese f.
Parenthese f.
Parenthese f. ‘Einschaltung, eingeschobener Satz oder Teil eines Satzes’, auch die den Einschub markierenden Zeichen (Gedankenstriche, Klammern, Kommas). Zuerst Parentisis, Parenthesis (2. Hälfte 15. Jh.), Entlehnung von gleichbed. spätlat. parenthesis, griech. parénthesis (παρένθεσις), eigentlich ‘das Dazwischenstellen, -setzen, Einschieben’, einer Bildung zu griech. parentithénai (παρεντιθέναι) ‘dazwischen stellen, legen, einschieben’; vgl. griech. entithénai (ἐντιθέναι) ‘dazwischen stellen, bringen, legen, schieben’, tithénai (τιθέναι) ‘setzen, stellen, legen’, énthesis (ἔνθεσις) ‘das Hineinsetzen, -stellen, -schieben’ (z. B. eines Buchstabens) und s. para-. Die dt. Form Parenthese kommt wohl unter Einfluß von gleichbed. frz. parenthèse in der 2. Hälfte des 18. Jhs. auf. – parenthetisch Adj. ‘eingeschaltet, eingeklammert, nebenbei (gesagt), beiläufig’ (1. Hälfte 19. Jh.).