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Pappenheim

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Pappenheim

Bd. 15, Sp. 401
Pappenheim, Stadt im bayr. Regbez. Mittelfranken, Bezirksamt Weißenburg, an der Altmühl und der Staatsbahnlinie München-Bamberg-Hof, 405 m ü. M., ist Hauptort der Herrschaft P. (183 qkm) und hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, 2 Schlösser, ein ehemaliges Augustinerkloster mit der Familiengruft der Grafen von P., ein neues Mausoleum der Grafen von P., eine Burgruine, eine wertvolle Petrefaktensammlung, Amtsgericht, ein königliches und ein gräfliches Forstamt, Bierbrauereien, Kunstmühle, Elektrizitätswerk und (1905) 1772 Einw., davon 304 Katholiken und 28 Juden. – P. ist der Stammsitz des reichsgräflichen Geschlechts von P., das ursprünglich nach der Herrschaft Kalden (bei Donauwörth) hieß; ihm gehört der Marschall Heinrich von Kalden (s. d.) an. Seit dem Ende des 12. Jahrh. ist das Geschlecht in erblichem Besitz des Reichsmarschallamtes; Kaiser Ludwig bestätigte 1334 Rudolf V. von P. dessen Besitz, und später fungiert ein von P. als Vizemarschall für den Reichserzmarschall, den Kurfürsten von Sachsen. Mit Bezug auf das Reichsamt und die Lehen bestand in der Familie seit 1473 ein Seniorat; doch führte jeder Graf von P. den Titel Reichserbmarschall. Außerdem besaß die Familie P. das Reichsforst- und Jägermeisteramt im Nordgau. Erst seit 1618 schrieben sie sich wegen der Landgrafschaft Stühlingen, mit der Graf Konrad 1582 belehnt ward, und als Glieder des schwäbischen Grafenkollegiums Grafen und Herren zu P. 1806 kam die Herrschaft unter bayrische Hoheit. 1807 bewilligte der König von Bayern der Familie die Standesherrlichkeit. Für den Verlust des Reichserbmarschallamtes wurde das Haus P. 1815 durch Besitzungen im Saardepartement entschädigt, überließ sie jedoch für Geld an Preußen. Seit 25. Febr. 1825 ist das jedesmalige Haupt der Familie erblicher Reichsrat mit Sitz und Stimme in der bayrischen Kammer der Reichsräte, und seit 1831 führt der jedesmalige Chef des Hauses das Prädikat »Erlaucht«. Von den vier Linien des Hauses P., die im 15. Jahrh. entstanden, sind die zu Gräfenthal, Algöw und Treutlingen erloschen; die von Altzheim blüht noch in dem protestantischen Zweig. Ihr Haupt ist gegenwärtig Graf Ludwig von P., geb. 10. März 1862, Sohn des Grafen Ludwig von P. (geb. 5. Dez. 1815, gest. 2. Aug. 1883).
2263 Zeichen · 48 Sätze

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pappenheim

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Pappenheim , uraltes schwäb. Grafengeschlecht, das namentlich unter den Hohenstaufen treu an dem Kaiser hielt, war bis 1…

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Wortbildung

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Zerlegung von pappenheim 2 Komponenten

pappen+heim

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pappenheim‑ als Erstglied (2 von 2)

pappenheimer

DWB

pappen·heimer

pappenheimer , m. 1 1) einer aus Pappenheim; als appellativ in Nürnberg schon seit dem 14. jahrh. was nachtkönig, nachtmeister 2, s. Schm. 2…