Eintrag · Rheinisches Wb.
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Pack IV das Wort ist allg. (s. u.), u. zwar pak [doch -ā- NSaarbg, Trier-Ld (Mos, n. Mos), Bitb; -ǫ- im sndfrk. Trübungsgeb.], Pl. -ę-, –E- [Eup, Selfk pakər; Kemp -ę-], Demin. Rhfrk, Mosfrk pęgəlχə(n) [-E- WMosfrk]; sonst pękəlχə(n), Nfrk pękskə m. [n. Koch-Urschmitt, Eup, Kemp, Kref] Verbr. s. bei den einzelnen Bed.: 1.a. [hierfür gilt neben pak, Pl. -ę- auch pakən Sg. u. Pl. an der Mos, im Rip, Berg, hier Pl. pękə] ein Bündel loser Dinge, soviel man mit beiden Armen tragen kann u. insofern es getragen wird, z. B. ene P. Heu, Gras, Kli, Hor, Kleder, Hefte, Garn usf. Rip, Nfrk, auch Siegld, Eif u. Saarbg-Wellen, Saarbr-Sulzb; doch in der Selfk fehlend u. in der WEif nur e P. Gescher Kleider, besonders die Sachen, die man zusammenpacken muss beim Wechsel einer Dienstboten- oder Angestelltenstelle; P. un Plönner machen, sei P. m. ausziehen, aus dem Dienst gehen; bei der Hochzeit musste jede Tante der Brautleute einen P. mitbringen, d. h. zwei Lein- oder Bettücher [P. Gerümpel Trier-Mettnich]. — Aus dieser Anwendung entwickelt sich die Bed. ‘überaus viele Dinge’, z. B. wat häst du do ene P. Böcher; do han ech der ävver ene P. Bref krege; do häste ävver ene gehürege P. Holz lige usf. Rip, Allg., auch WEif (nicht Selfk, OBerg); e P. Denge (Denges) ein Haufen Sachen, do kömmt hen an möt e gonz P. (n.) Denge(s) Kemp. — b. n. verschnürtes Paket (wie man es zur Post bringt), m. das in ein Tuch geschlagene Bündel (etwa Gras) (für 1 a gilt Hampfel, Ärvel, Hop oder en Gaffel Kliə Selfk, Kemp); Pack, Pl. -kər u. -ękər n. u. m. Paket mit Stahlwaren, das gewöhnl. die Frauen oder Heimarbeiter bei den Fabrikanten holen u. wieder hinbringen; en illig Päcksken Sol, Remschd. — RA.: Met Sack on P. herankunn, — wegtrecke mit allem Rip, Allg., auch Siegld, Rhfrk, Mosfrk; met S. of P. Mörs-Xanten. Die kennen sek am Sack wie de Juden am P. Elbf; wij k. us im Geist äs de J. im P. Meiderich. — Das Demin. in dieser Bed. ist allg., bes. en Päckelche (Päckske) Tabak, Zichorie Allg.; en Päckelchen schwarten Twirn Gummb [et es Päckelche (für sich stehend) em Kaffee Zichorie, K.ersatz Westerw, Kobl, Koch; en Päcksken Gesondheit Dinsl; Päckelches Tabak in Düten Ottw]. RA.: Jeder mott sin Päckske self nom Mart (Markt) drage Nfrk, Allg. Drag di Päckelche möt Gedold, du bös et selwer schold! zur Schwangern MGladb-Rheind. Hen mott et Päckske benden das Bündel schnüren, den Ort verlassen Geld-Straelen. Der dreht seng Päckelche emmer bei sich er hat einen Höcker Schleid-Blumenth. Sin Päckske wegbrenge beichten gehen Klev. Der setzt do (of dem Gaul) wie e Aff of em Päckelche Tuwak Rhfrk, Merz. En Gesech maken wie en Päcksken Tobak verblüfft sein (s. weiter bei Tabak). — Päckske schiefele ein Klickersp., wobei die Klicker in drei Reihen (die mittlere Reihe hinter dem Zwischenraum der beiden vordern R.) möglichst eng aneinander eingesetzt werden; von einem Malzeichen aus schiefelt man nach diesen Klickern; die getroffenen Kl. sind Eigentum des Spielers MGladb-Odenk. — c. mehr übertr. α. Pack u. Päckske, in den Wend.: Et Kend kömmt in de P. (et Päckske) wird gewickelt; en K. inne P. duhn; et sett (ös) noch in de P. ist noch klein; ös owe kleine Dern alt üt et Päckske? Kemp, Mörs, Geld, Klev, Rees, Dinsl, Duisb. RA.: Dej häbbe se ock de Ärme te fruhch üt de P. gedohn zu dem, der gern schlägt, stiehlt Mörs-Rheinbg. Kindje in de P. Aronstab, arum maculatum Klev, Rees-Elten. — β. Pack, Packje, Päckske der ganze Anzug; ene P. (en Päckske) anmete anmessen Klev; Päckske Heinsb-Millen Hillensbg. — γ. Päckske, Pl. -skes das Karree (Würfel) auf Papier, Geweben, Tafeln Kemp-Süchteln; en Päckchen Reihe Rechenaufgaben Bo, Sieg. — 2. etwas zum Packen, Anpacken. a. im allgemeinen Sinne, in best. Wend. vereinzelt: Hen hät un (an) him doch senen P. gehat seinen Halt Daun-Neroth 1860; ne faste P. a jet ha kräftig zufassen können, bes. bei einem kräftig gearbeiteten Stück Möbel gesagt; an döm (Mädchen) es genge P. es ist mager Aach-Stdt; enen zum P. kreien ihn stellen, dass er Rede u. Antwort geben kann oder muss, um Angelegenheiten mündlich unter vier Augen zu erledigen Prüm, — zu P. kr. Koch. — b. Griff, Handhabe am Stock, an der Sense, am Pflug, am Bügeleisen, Fenster, an der Bratpfanne, Klinke, Türgriff, Henkel am Korb Mos (neben pak m. auch pakən m. u. pak f.), May, Daun, Aden, Ahrw, Schleid, Eusk, Rheinb, Sieg, Altk (Sieg, Hellert. Pl. pękə), Siegld, Bergh, Dür-Bürvenich Neuss-Glehn, Düss-Volmerswerth; pakə, Pl. -kən f. OBerg; der durch die oben umgebördelten Seitenwände gebildete Griff am Fülltrog, in der Bergmspr. Altk, Siegld. — 3. Pflock, Keil. a. Holzkeil, zwischen die Zwinge des Sensenblattes u. den Stiel getrieben Bergh, Grevbr, Neuss, Erk-Körrenz, Jül-Linnich (bak), Gummb-Lantenb, Sieg-Fussh, Neuw-Etschd; pakən Sg. u. Pl. Köln-Berrenr. RA.: Pitter hät dem Mädchen der P. tösche de Ben geschlage es missbraucht Bergh-Hüchelhv. — b. Holzpflock, unten gespitzt, in die Erde getrieben; an ihn wird das Spannhot (-holz) befestigt, an das die Kuh auf der Weide festgebunden wird; de Köh send am P. Erk-Anhv Bellinghv, Grevbr-Hochneuk. — Knebel zum Andrehen der Bindseile Heinsb; pak, Pl. pagə Pfahl für Zaun oder Hecke; duə (tote) Pagge sette geschälte Pfähle MGladb-Beberich Viersen.
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DialektPack IV
Rheinisches Wb.
Pack IV das Wort ist allg. (s. u.), u. zwar pak [doch -ā- NSaarbg , Trier-Ld (Mos, n. Mos), Bitb ; -ǫ- im sndfrk. Trübun…
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