Hauptquelle · Mittelniederdeutsches Wb.
¹ôtmö̂digen swv.
1 ôtmö̂digen (oetmoedigen , -moidigen , oit-) , -mö̂degen (oet-) , -muͦdegen , swv. : „humiliare, exinanire” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.). — 1. refl. sik ô., (als christl. Lebensprinzip, als christl. Tugend; vor allem in myst. Texten:) Demut zeigen, beweisen , sich demütigen, erniedrigen, sô ô.-et iü vȫr gōde unde biddet genâde (Hedberg 159), wê sik ô.-et an der ērden dê schal an dēme hemmel gehö̂get werden (Zs. Lüb. Gesch. 3, 581); sô ginc sê tô den dênstmēgeden unde ô.-ede sik vȫr ȫn sô sêre rechte ift sê ȫre gelîk wêre (Elisabeth 10); (substantiv.:) want nâ grôthê(i)t dînes ô.s sîn alle dîne we…