Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Osmose f.
Osmose f.
Osmose f. Austausch zweier miteinander mischbarer Flüssigkeiten durch eine halbdurchlässige Membran. Der französischen Physiker Dutrochet prägt 1826 die Termini frz. endosmose (für den Vorgang des Eindringens einer Flüssigkeit in eine andere durch eine Membran) und frz. exosmose (für den Vorgang des Herausdringens einer Flüssigkeit in eine andere durch eine Membran) als gelehrte Bildungen zu griech. ōsmós (ὠσμός) ‘das Stoßen, Drängen’ in Verbindung mit den Kompositionsformen der Adverbien griech. éndon (ἔνδον) ‘innen, drinnen, hinein’ bzw. éxō (ἔνδον, ἔξω) ‘außen, hinaus’; danach dt. Endosmose, Exosmose. Für den Oberbegriff wird aus beiden Formen frz. osmose, dt. Osmose rückgebildet (70er Jahre 19. Jh., im Dt. zunächst auch Diosmose) wie zuvor schon die Ableitung osmotisch Adj. ‘Osmose bewirkend, auf ihr beruhend’, frz. osmotiquẹ (Mitte 19. Jh.).