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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Ortsnamen

Bd. 15, Sp. 153
Ortsnamen. Der Ursprung der O. gehört zu den schwierigsten, aber auch anziehendsten Problemen der Sprachforschung, da die O. uns einen Blick in ethnologische Verhältnisse vorhistorischer Zeit tun lassen und oft der einzige Überrest längst untergegangener oder ausgewanderter Völker sind, wie dies z. B. bei den slawischen O. in Deutschland, den keltischen und germanischen in Frankreich der Fall ist. Allgemeine Prinzipien lassen sich über die Entstehung der O. kaum aufstellen, doch ist stets von den ältesten urkundlich belegten Namensformen auszugehen, wo solche fehlen, von den analogen Namensformen derselben Gegend oder desselben Volksstammes. Die meisten deutschen O. bestehen aus einem Substantivum von allgemeiner und einem dasselbe qualifizierenden Adjektivum oder Substantivum von speziellerer Bedeutung, wie z. B. Landwasser, Großsee (Schweiz). Das bestimmende Wort enthält sehr oft den Namen des ersten Ansiedlers oder einstigen Besitzers, wie z. B. Benndorf, Bennewitz auf Benno zurückgehen. Oft hat die Volksetymologie (s. Etymologie) die Gestaltung der O. beeinflußt, so in Friedlos für Fridwaldes, Lieblos für Liubolfes, Sterbfritz für Starkfrides, Fischhausen aus Bischofshausen. Manchmal enthalten die O. Zahlwörter, wie z. B. die lateinischen Namen Tres Tabernae, Trimontium, Decem Pagi; die griechischen Tripolis, Tetrapolis, Pentapolis. Die methodische Erforschung der O. datiert erst von dem Aufblühen der vergleichenden Sprachwissenschaft, in Deutschland speziell von dem »Altdeutschen Namenbuch« von Förstemann (Bd. 2: Ortsnamen, Nordh. 1859; 2. Aufl. 1872). Auch Potts Werk über die Personennamen (2. Aufl., Leipz. 1859) brachte viel neues Material für die Erforschung der O. in den verschiedensten Sprachen. In neuester Zeit hat sich J. J. Egli durch mehrere Werke um die geographische Namenkunde (Toponomastik) verdient gemacht (Weiteres s. Egli). Für die Schule berechnet sind J. Gelhorns »Wörterbuch zur Erläuterung schulgeographischer Namen« (Paderb. 1889) und andre Werke. Für Österreich-Ungarn verfaßte Umlauft (Wien 1885), für das Deutsche Reich Kausch (Leipz. 1890) besondere Verzeichnisse von O. Vgl. auch Schmidkontz, Ortskunde und Ortsnamenforschung im Dienste der Sprachwissenschaft (1. Teil, Halle 1895); Angermann, Geographische Namen Altgriechenlands (Meißen 1883); Grasberger, Studien zu den griechischen O. (Würzb. 1888); Blackie, Geographical etymology; dictionary of place-names (3. Aufl., Lond. 1887); Nagl, Geographische Namenkunde (Wien 1903); Fick, Vorgriechische Ortsnamen als Quelle für die Vorgeschichte Griechenlands verwertet (Götting. 1905).
2608 Zeichen · 52 Sätze

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    Konversationslex.
    Ortsnamen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ortsnamen . Der Ursprung der O. gehört zu den schwierigsten, aber auch anziehendsten Problemen der Sprachforschung, da d…

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