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Orīon

mhd. bis Lex. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Orīon

Bd. 15, Sp. 122
Orīon, 1) im griech. Mythus ein schöner, riesiger Jäger, Sohn des Königs Hyrieus in Böotien oder des Poseidon, der ihm die Gaben über das Meer zu gehen verlieh, oder ein Erdgeborner. Als Hera seine sich mit ihr an Schönheit messende Gattin Side in den Hades geworfen, wirbt er um Merope, Tochter des Önopion von Chios, vergreift sich, trunken, an ihr und wird vom Vater im Schlafe geblendet. Er tastet sich nach Lemnos, nimmt Hephästos' Gesellen Kedalion auf die Schultern und läßt sich zum Ausgang der Sonne führen, deren Strahlen sein Augenlicht wieder entzünden. Von Eos geliebt und nach Delos entführt, tötet ihn Artemis auf Geheiß der Götter, nach andern, weil er ihr nachstellt. Oder er stirbt in Kreta durch den Stich eines von Gäa auf seine Drohung, alle Tiere auf Erden zu erlegen, gesandten Skorpions. Oder er verfolgt die Plejaden (s. d.) fünf Jahre, bis Zeus diese und ihn samt seinem Hunde Sirius in Sterne verwandelt. Schon Homer kennt das Sternbild des O. und Sirius. Seine von Aphrodite mit Schönheit, von Athene mit Webekunst begabten Töchter Menippe und Metioche durchstachen sich, als zur Abwendung einer Pest in Böotien das Opfer zweier Jungfrauen verlangt ward, freiwillig die Kehlen mit dem Weberschiffchen, worauf sie in Kometen verwandelt wurden. 2) Griech. Grammatiker, aus Theben in Ägypten, um 450 n. Chr. in Konstantinopel und Cäsarea tätig, verfaßte ein etymologisches Lexikon, die Quelle der etymologischen Kompilationen des Mittelalters (s. Etymologicum); es ist nur trümmerhaft erhalten (hrsg. von Sturz, Leipz. 1820), ebenso die für die Kaiserin Eudokia angefertigte Blumenlese von Sentenzen aus ältern Dichtern (»Antholognomicum«, hrsg. von Meineke in »Stobaei florilegium«, Bd. 4, das. 1857). Vgl. Ritschl, De Oro et OrioneOpuscula«, Bd. 1, Leipz. 1867).
1801 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ORÎÔNstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    ORÎÔN stm. MS. 1,37. a. wahrscheinlich soll es den morgenstern bedeuten, auf keinen fall das sternbild.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Orion

    Goethe-Wörterbuch

    Orion 1 Jägerfigur der griech Mythologie; einmal im Vergl, einmal ‘O-s Amme’ in ‘Faust’ pejor iSv greise Kuh 1) , einmal…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    ORÍON

    Hederich (Mythologie, 1770) · +4 Parallelbelege

    ORÍON , ónis, Gr . Ὠρίων, ωνος, ( Tab. XI .) 1 §. Namen . Diesen hat er ἀπὸ τοῦ οὐρῆσαι, von pissen, u. hieß erstlich Ur…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit orion

3 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

orion als Zweitglied (3 von 3)

ACTORION

Hederich

actor·ion

ACTORION , ónis , des Irus Sohn, von der Opus, einer von den Argonauten. Orph. Argon. v. 177 . Doch will Burmann Catal. Argon. ad Val. Flac …

EVPHORION

Hederich

EVPHORION , is, Gr . Ἐυφόριων, ος, ein Sohn des Achilles und der Helena, welcher in den glücklichen Inseln von ihnen erzeuget, und mit Flüge…

(τεταρτημόριον)

LmL

tetartemoria (tetra(r)temoria , tetrastemoria , tetrastimonia , tetramoria) -ae f. (τεταρτημόριον) Viertelton — quarter tone [syn.: diesis] …

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APA
Cotta, M. (2026). „orion". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/orion/meyers
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Cotta, Marcel. „orion". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/orion/meyers. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „orion". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/orion/meyers.
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