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ȫverwinnen

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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

ȫverwinnen stv.

Bd. 2-2, Sp. 1333
ȫverwinnen -winden, ōver- (aver-, affer-), stv. (3. Sg. Ind. Präs. -wint, 3. Pl. Ind. Präs. -winnen, 3. Sg. Konj. Präs. -winne; Imperat. Sg. -wint, Imp. Pl. -winnet; 3. Sg. Ind. Prät. -wan, 3. Pl. Ind. Prät. -wunnen; Part. Prät. -[ge]wunnen -[ge]wunden -[ge]wonnen): 1. c. A. p. jemdn. (im Kampf, in kriegerischen Auseinandersetzungen) besiegen, „superare vincere” (Voc. Strals. ed. Damme), ‚convincere', sîne vînde ȫ.; hö̂vetstēde blēke unde ander dörpe hebben wî geweltlĩken unde âne weddervechtinge ȫverwunnen unde ingenōmen (Lüntzel Stiftsfehde 34); — sich jemdn. untertan machen, jemdn. unterwerfen, wat tô seynen tîden nicht kristen was dat ȫverwan hê middenander (Mandeville 111); (bildl. von Abstrakta:) mannigen de tōrn sô sêr ȫverwint dat hê unsinnich wert alse ên rint (Narrenschyp 83); c. D. p., A. r. für jemdn. eine kriegerische Auseinandersetzung erfolgreich beenden, heb- []be ik ... mînen gnêdigen lîven hêren ... dessen krîch ȫvergewunnen (Brem.-Lüneb. Fehden 55); — (in einer verbalen Auseinandersetzung) über jemdn. die Oberhand behalten, jemdn. widerlegen, sê wâren mit der wârhê(i)t ȫverwunnen (Ev. Nicod. 66); — jemdn. überzeugen, überreden, nochdenne ik ȫverwunnen bün dörch de milde bēde der süsteren den ik dat sülveste nicht wol wêigeren kan efte mach (Ribn. Chr. 66). 2. c. A. r. sich über etw. hinwegsetzen, (Eigenschaften, Zustände) überwinden, beseitigen, ‚convertere', und dãrüm ȫ.-et jûwen tōrn unde wendet up jû selven unde jû mishāgen van anderen menschen (Hedberg 152); etw. wirkungslos machen, wilstû sîn ēr (der Stiefmutter) lêve kint mit gedult ēre untrûw ȫverwint (Nic. Gryse Laienbibel 3, 4); sich erfolgreich behaupten, widerstehen, (als Ausdruck christl. Lebensperspektive:) wente de werlt kan nêmant vorwinnen sünder hê ȫ.-e de sünde (B. v. d. Repe 3); — etw. verwinden, verschmerzen, überstehen, dissen kȫre ȫverwan dat rîke nimmer mêr (Sächs. Wchr. 185); — refl.
1919 Zeichen · 78 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ȫverwinnenstv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ȫverwinnen , -winden , ōver- (aver- , affer-) , stv. (3. Sg. Ind. Präs. -wint, 3. Pl. Ind. Präs. -winnen, 3. Sg. Konj. P…

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Wortbildung

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Zerlegung von oeverwinnen 2 Komponenten

oever+winnen

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oeverwinnen‑ als Erstglied (1 von 1)

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Cotta, M. (2026). „oeverwinnen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/oeverwinnen/mnwb
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Cotta, Marcel. „oeverwinnen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/oeverwinnen/mnwb. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „oeverwinnen". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/oeverwinnen/mnwb.
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