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Öttingen-Wallerstein

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Öttingen-Wallerstein

Bd. 15, Sp. 253
Öttingen-Wallerstein, Ludwig, Fürst von, bayr. Staatsmann, geb. 31. Jan. 1791, gest. 22. Juni 1870 in Luzern, folgte seinem Vater, dem Fürsten Krafft Ernst, 1802 unter Vormundschaft seiner Mutter, einer Tochter des Herzogs Ludwig von Württemberg, weigerte sich 1806 in französische Dienste zu treten, weshalb sein Fürstentum mediatisiert wurde, studierte in Landshut, besonders unter Savigny, und wurde dann in Bayern Kronobersthofmeister und Reichsrat. 1812 übernahm er die Verwaltung seiner Besitzungen und begann eine Sammlung von mittelalterlichen Rüstungen, Waffen und Kunstgegenständen, besonders Gemälden, die König Ludwig I. 1828 großenteils für seine Galerie erwarb. 1813 leitete er die allgemeine Landesbewaffnung in Schwaben, Südfranken und einem Teil Altbayerns. 1815 erster ständischer Kommissar auf dem württembergischen Landtag geworden, wirkte er beim Zustandekommen des Verfassungswerkes und vertrat ebenso das konstitutionelle Prinzip bei Entwerfung des bayrischen Staatsgrundgesetzes. Seine freimütige Kritik der Bureaukratie zog ihm die Feindschaft der herrschenden Partei zu, die Regierung entzog ihm aber, als er sich 7. Juli 1823 mit Maria Crescentia Bourgin, der Tochter seines Garteninspektors in Hohenbaldern, vermählte und deshalb die Standesherrschaft seinem jüngern Bruder, Friedrich von O. (geb. 16. Okt. 1793, gest. 5. Nov. 1842), überließ, das Kronamt und den Sitz in der Kammer. Von König Ludwig erhielt er 1825 diese Würden zurück, ward 1828 Regierungspräsident in Augsburg und 1831 Minister des Innern, nahm aber 1837 infolge eines Zerwürfnisses mit dem Finanzminister seine Entlassung. 1840 ward er durch die Angriffe, die er im Landtag vom Minister v. Abel erfuhr, in ein Duell mit letzterm verwickelt und ging 1846 als außerordentlicher Gesandter nach Paris, kehrte aber nach dem Sturz des Ministeriums Abel im Frühling 1847 nach München zurück und bildete Ende November ein neues Ministerium, von den Gegnern das »Lola-Ministerium« genannt, und übernahm selbst das Ministerium des königlichen Hauses, des Äußern und des Innern, wurde aber 12. März 1848 seiner Ämter enthoben. Im Sommer 1849 legte er sein Kronobersthofmeisteramt nieder und ward in der Abgeordnetenkammer ein Wortführer der Opposition, bis ihn seine zerrütteten Vermögensverhältnisse 1862 zwangen, vollständig aus dem öffentlichen Leben zu scheiden. Nach einer ziemlich langen Schuldhaft begab sich Ö. in die Schweiz, wo er in der Nähe von Luzern lebte.
2462 Zeichen · 27 Sätze

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    Konversationslex.
    Oettingen-Wallerstein

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Oettingen-Wallerstein , Ludw. Kraft Ernst, Fürst von, geb. 1791, erhielt eine sehr tüchtige Bildung, zeigte sich 1813 au…

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Zerlegung von oettingenwallerstein 4 Komponenten

(oet+tingen)+(waller+stein)

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Cotta, M. (2026). „oettingenwallerstein". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/oettingenwallerstein/meyers
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Cotta, Marcel. „oettingenwallerstein". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/oettingenwallerstein/meyers. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „oettingenwallerstein". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/oettingenwallerstein/meyers.
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