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Niccolīni

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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Niccolīni

Bd. 14, Sp. 619
Niccolīni, 1) Giovan Battista, ital. Dichter, geb. 29. Okt. 1782 in San Giuliano bei Pisa, gest. 20. Sept. 1861 in Florenz, studierte in Pisa Philosophie und Rechte und später klassische Literatur. Die Bekanntschaft mit Foscolo übte auf die Entwickelung seines poetischen Talents bedeutenden Einfluß; sein erster Versuch war das Gedicht über die Pest in Livorno, »La Pietà« (1804), das Montis Einwirkung zeigt. 1807 wurde er Sekretär, Bibliothekar und Professor der Geschichte und Mythologie an der Akademie der Künste in Florenz. Kurze Zeit war er auch Bibliothekar der Palatina (1815). Bald wandte er sich der dramatischen Poesie zu. Seine erste Tragödie: »Polissena« (1810), ward von der Akademie der Crusca gekrönt. Von geringerm Wert sind die folgenden: »Medea«, »Ino e Temisto«, »Edipo«, »I Sette a Tebe«. Im »Nabucco« (1816, erst 1819 in London anonym gedruckt) geißelt N. den kirchlichen und königlichen Despotismus; Nabucco ist Napoleon, Mitrane Pius VII. etc. Mit der »Matilde« (1815, Homes »Douglas« nachgeahmt) näherte er sich der romantischen Schule (vgl. Zardo, Giovanni Battista N. e Federigo Schiller, Padua 1883). Nach 1817 entsagte er eine Zeitlang der Dichtkunst, um sich eifrig an den Kämpfen um die literarische Reform zu beteiligen. 1827 trat er mit seinem populärsten Drama: »Antonio Foscarini«, auf. In »Giovanni da Procida« (1817 geschrieben, 1830 ausgeführt) geißelt er die Fremdherrschaft. »Lodovico Sforza« (1834) ließ kalt; den höchsten Ruhm aber erwarb ihm »Arnaldo da Brescia« (1843), mehr ein dramatisches Gedicht als eigentliches Drama und daher niemals ausgeführt. Auch der »Rosmonda d'Inghilterra« (1838) fehlt es nicht an Schönheiten. Mit »Filippo Strozzi« (1847) beschloß N. seine dramatische Laufbahn, denn »Mario e i Cimbri« (gedruckt 1858) ist nur eine Skizze. Außerdem hat man von ihm Übersetzungen aus den alten Sprachen, vermischte Gedichte und geschichtliche, literarhistorische und kunsthistorische Abhandlungen. Er hinterließ handschriftlich den »Vespro Siciliano« (Flor. 1882), die »Storia della casa di Svevia in Italia« (Mail. 1873) und verschiedene größere und kleinere Dichtungen. Von einem Teil seiner frühern Werke veranstaltete er selbst eine Sammlung (Flor. 1844, 3 Bde.; 4. Aufl. 1858). Von Gedichtsammlungen erschienen: »Poesie nazionali« (Flor. 1859); »Pensieri poetici« (das. 1860); »Canzoniere nazionale e poesie varie« (Mail. 1863); »Canzoniere civile« (Flor. 1884). Eine Gesamtausgabe der Werke besorgte Gargiolli (Mail. 1863–80, 10 Bde.), eine Auswahl seiner Tragödien erschien in 2 Bänden (Flor. 1892). Vgl. Vannucci, Ricordi della vita e delle opere di Giov. Batt. N. (Flor. 1866, 2 Bde.); Brigidi, Vita di Giov. Batt. N. (das. 1879). 2) Ernesto, Sänger, s. Patti (Adelina).
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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Niccolini

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Niccolini , Giovanni Battista. geb. 1785 zu San Giuliano bei Pisa, Professor der Geschichte und Mythologie an der Akadem…

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Cotta, M. (2026). „niccolini". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/niccolini/meyers
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Cotta, Marcel. „niccolini". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/niccolini/meyers. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „niccolini". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/niccolini/meyers.
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