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nebelig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

nebelig

Bd. 13, Sp. 482
nebelig, neblig, nebelicht,neblicht, neblich, adj. nebelvoll und nebelhaft, eigentlich und bildlich (undeutlich, unklar, verschwommen, finster, unverständlich u. dgl.). 11) nebelig, neblig. die älteste form erscheint in Notkers M. Cap. 16, 22 als gekürzter nom. sing. fem. nëbulgiu (nebulosa) von nëbulig, ein mhd. nëbelic ist nicht nachzuweisen: nebelig voc. 1482 x 3b; neblig Dief. gl. 377b (vom j. 1521). Frisch 2, 10b; ein nebliges wetter. Wieland 8, 35; indem es möglich ist, dasz sich .. einige helle köpfe über den engen und nebligen dunstkreis ihres standes erheben. 31, 316; an jenem nebligen tage. Scheffel Ekkeh. 3; wehmüthig liesz sie ihr dunkles aug' in die neblige ferne gleiten. 7; weit roll ich ins neblige meer hinaus. Schulze poet. w. (1855) 3, 113; der du der göttin glast mit solchem nebligen gespenst verwechselt hast. Rückert brahm. 10, 19; früher auch ohne brechung nibelig, niblig: nibelig voc. 1482 x 3b; nibliger himmel Maaler 305c; ein nibliger tag Zimm. chron. 3, 379, 25. Aventin. 4, 511, 11 var.; geniblig Murmelius 13. 22) nebelicht, neblicht erst seit dem anfange des 16. jahrh., zuerst als nebelecht, nachweisbar: nebelecht Dief. gl. 377b (vom j. 1521); nebelecht jar Fischart groszm. 4 neudruck; neblecht Denzler 210b; nebelicht Stieler 1321. Aler 1456a; neblicht Rädlein 669c. Hederich 1686. Steinbach 2, 114; die luft ist daselbst so dick und neblicht. Hagedorn 1, 75 anm.; neblichte luft Klopstock 7, 321; ein neblichter duft. Wieland suppl. 3, 280; neblichter stern Kant 8, 236, s. nebelstern; schleunig enttaucht dem gewoge des meeres stieg sie in neblichter frühe zum himmel empor. Voss Il. 1, 497; eine neblichte ferne. Göthe 8, 38; ein trüber neblichter tag. 16, 178; warum nennen wir einen trüben, neblichten wintertag einen traurigen anblick? Schiller 4, 302; so ein maulwurfsgesicht und so ein neblichter blick! Wieland an Merck 1, 96; sind religion, volk, vaterland unterdrückte nebelichte namen, so wird auch jede edle harfe dumpf und im nebel tönen. Herder 9, 447; unter der jugend soll ich auch hier eine mystisierende, wohlwollende, aber sehr neblichte parthei bilden. Niebuhr leb. 2, 229; die grosze menge in Frankreich hält Kant noch immer für einen neblichten, wo nicht gar benebelten schwärmer. H. Heine (1876) 6, 18; zwei neblichte gestalten. 12, 78. früher auch ungebrochen nibelicht Stieler 1321: wenn du nicht hettest ein nibelicht und ungeruowig hertz. Cyrillus 49b (vom j. 1520). 33) aus nebelecht bildete sich auch die elsäss. alem. form nebelechtig Dasyp. K 7b, nAeblachtig Maaler 301b, nd. neuelachtigh Kil. 337a. 44) neblich, niblich, gekürzt aus dem compositum nebel-lich (nd. nevellich Dief. gl. 377b): niblich voc. 1429 und 1618 bei Schm. 1, 1713 Fromm.; neblich wetter Aler 1456a; ein neblicher tag. Joel 2, 2; der tag ward am ersten neblich. Aventin. 4, 511, 11; kamen wir ausz dem niblichen (var. nüblichen) finstern thal. H. Sachs 3, 97, 32; nach dem fürt mich der teuffel nundter in ein weit niblich rauchig loch. 601, 30; genius der träume! der du durch den neblichen schlaf der sterblichen trittst. J. Paul Hesp. 4, 58.
3163 Zeichen · 86 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nêbelig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Nêbelig , -er, -ste, adj. et adv. Nebel enthaltend, aus Nebel bestehend. Nebeliges Wetter. Es ist heute sehr nebelig. Ni…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    nebelig

    Goethe-Wörterbuch

    nebelig s neblig Lydia Quaas L.Q.

  3. modern
    Dialekt
    nebeligAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    nebelig Adj. : 1. wie schd., new(w)elich, näw(w)elich [verbr. WPf NPf mancherorts VPf, Christmann Kaulb 51], newlich, nä…

  4. Spezial
    nebelig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ne|be|lig adj. da ciarü. ▬ ein nebelig er Tag n de da ciarü; n de plëgn de ciarü.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nebelig

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Ableitung von nebelig

nebel + -ig

nebelig leitet sich vom Lemma nebel ab mit Suffix -ig.

Keine Komposita gefunden — nebelig kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „nebelig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/nebelig/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „nebelig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/nebelig/dwb. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „nebelig". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/nebelig/dwb.
BibTeX
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