Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
mutwillen
mutwillen
- ›nach Maßstäben der gültigen Moral und Ordnung lose, lasziv, unzüchtig, lasterhaft leben; randalieren; sich gegen Sitte, Gewohnheit, Recht, Ordnungs- und Glaubensinstanzen auflehnen; jn. nötigen, dran
- ›groben bis gewaltsamen Unfug treiben; jn. tätlich angreifen, jm. Gewalt antun‹; im Vergleich zu 1 auf schwerere Unrechtshandlungen bezogen; dazu differenzierter: Schweiz. Id. 15, 1292 f.