Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
muttererde f.
muttererde , f. die erde als mutter ( vergl. mutter 10, c ): der muttererde mund trank sein blut, da ich ihn schlug. Stolberg 1, 49 ; laurend schosz ihn ein mensch, den biedern hund! und befleckte, muttererde, mit blut deinen allnährenden schoosz. 2, 26 ; schon aus sonnenvaters warmem lebenshauche, und aus muttererden kühlem schoos empfangen, kühle, süsze beeren! Herder z. litt. 3, 126 ; erdboden, der gewächse erzeugt ( vergl. mutterboden); bildlich: gedanken sind auch pflanzen, .. die empfindung ist ihre muttererde. Bettine tageb. 51 ; ( indem ) das häusliche leben sich als die wahre mutterer…