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Mutsche IV

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Eintrag · Rheinisches Wb.

Mutsche IV

Bd. 5, Sp. 1469
Mutsche IV das Wort, mit dem Mautsche, Motsche, Mötsche, Maute, Munnich, Muttich, Mudeke zu vergleichen ist, geht zunächst ö. Trier die Mos entlang u. den trier. Hochw einschliessend bis Kobl einschl., von der uMos nach Goar-Sauerbrunnen, Simm-Laub Laufersw, Bernk-Rhaunen ausholend; n. der mMos über Wittl, Bitb-Speicher (sonst Bitb Mautsch) Prüm, Malm, von hier nach O. in schmalem Streifen die Ahr entlang (Schleid-Baasem Dollend Blumenth Kirchseifen, Ahrw-NEsch Remag) u. von dort rrhn. über Neuw-Erpel nach Sieg-Honnef ODollend Mülld [mutšə noch in Wippf-Hardt]; lrhn. n. der Ahr noch in Rheinb-Altend MüEif, Dür-Stdt (übertr. Bed. 2 c), u. abseits MGladb-Viersen, Kemp-Süchteln, Geld-Stdt (dazu noch einige Orte (s. u.) in übertr. Bed.]; mutš; doch -ū- meist in Trier, Wittl, Bernk, Simm, Bitb-Speicher; Pl. -tšə(n) f.: 1.a. geheimer Aufbewahrungsort (Höhlung), den sich bes. die Kinder in Stroh, Grummet, Bettstroh für Äpfel (Birnen), Nüsse anlegen, damit sie mürbe werden u. sie Vorrat für den Winter haben; dann das so gelagerte Obst selbst, Obstvorrat; ech han en M. (Äppel); ech han mir en M. (parat) gemach; der hat vill Äppel on Birren en seiner M. (auch Wildäpfel wurden früher so in die M. gelegt, die durch das Lagern wohlschmeckend wurden) Allg. — b. geheimes Versteck für andere Dinge, bes. Geld; ech han noch jet (Geld) en der M. Allg.; en got Mutschelchen nettes Sümmchen Geld Wittl-Binsf. — c. en gott M. Eier hat die Hausfrau gefunden, wenn sie den verborgenen Ort entdeckte, wohin die Hühner legten Malm. — d. Scharrloch der Hühner, Hohnderm. Schleid-Kirchseiffen, Sieg-Rott, Köln-Deutz. S. Motsche. — e. Kartoffeln, dicht gedrängt in der Lagerstelle liegend; en schün M. Erdäppel Sieg-Ägid, MüEif. — f. Höhlung für ein Nest Ahrw-Remag. — 2. übertr. a. scherzh. Bett; er geht en de M. Bernk-Rapperath. — b. wenn ein Haar Lücken aufweist, oder wenn Stellen heller oder dunkler sind, de hät M.ə en de Hor Schleid-Blumenth. — c. verächtl. düstere, unwirtliche Wohnung Dür-Stdt; dumpfer Raum Kobl-Waldesch. — d. Reste von Stroh Erk-Keyenbg; ein Gemisch von abgerissenen Blättern, Köpfchen u. Stielen vom Hopfen, das auf dem Boden beim Auspflücken des H. liegen bleibt; die M. muss beschwerlicher ausgerafft werden Neuw-Isenbg. — e. die Stelle am Brote, wo die Kruste verdickt ist oder eine Beule hat Saarl-Berus, Saarbr-Ludw. — f. Appelm. in Brotteig eingebackener Apfel Saarbr. — g. Laune, Gewogenheit; hen hat ken gut M.; hen os bei dem (net) on (in) der M.; he muss sich den N. N. on der M. halen sich dessen Gunst sichern Prüm.
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