Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
mobben
mobben
Mobbing n. ‘ungerechtfertigtes, belästigendes Gruppenverhalten gegenüber einem Mitglied, vorsätzliche Verletzung der Persönlichkeit, Psychoterror’, gelehrte Bildung (20. Jh.) im Anschluß an die Partizipialform engl. mobbed ‘bedrängt, belästigt’ (zu einem nur wenig bezeugten engl. to mob ‘sich zusammenrotten, anpöbeln’; zu dessen Herkuft s. Mob). Mit dem Ausdruck Hassen bezeichnete der Verhaltensforscher K. Lorenz die erfolgreichen Angriffe einer Gruppe von Gänsen auf den dem Einzelindividuum überlegenen Fuchs. Vom schwedischen Arzt P. P. Heinemann wird der Begriff mit engl. mobbing wiedergegeben (im Engl. dafür bullying), auf das Gruppenverhalten von Menschen übertragen und in diesem Sinne von dem deutsch-schwedischen Arzt H. Leymann mit Bezug auf den Arbeitsplatz verbreitet (um 1990). Im Dt. davon abgeleitet mobben Vb. ‘jmdn. ungerechtfertigt belästigen und erniedrigen’.