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mistunna

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

mistunna

mistônAWB sw.v. II, nur bei Npg: ‚ausmis-
ten; stercorare‘ (mhd. misten sw.v. ‚ausmisten,
düngen‘, frühnhd. misten sw.v. ‚die inneren Or-
gane von Exkrementen reinigen, etw. mit mist
düngen, ausmisten, vom Mist reinigen‘, nhd.
misten sw.v. ‚ausmisten, mit Mist düngen‘;
mndd. messen, misten ‚dss.‘; mndl. messen,
mesten ‚dss.‘). Denominale Ableitung. S. mist.
mistunAWB, mistunnaAWB f. -St., mistinAWB f. jōn-St.,
im Abr/Sam (1,254,16 [Kb, Ra, R]), Gl. 1,478,
8 (Ende des 8./Anfang des 9. Jh.s, alem.) und
weiteren Gl.: ‚Misthaufen; sterquilinium‘ (mhd.
misten st./sw.f. ‚Misthaufen, Mistgrube, Mist-
platz‘, nhd. mdartl. schweiz. misten f. nur in
übertragener Bed. ‚schlampige Frau‘ [Schweiz.
Id. 4, 540
], frk. misten f. ‚Misthaufen, Mist-
platz, Hofraum‘ [Schmeller, Bayer. Wb.² 1,
1684]; mndl. messene, messinne f. ‚Misthaufen,
Mist‘; ae. mixen f. ‚dss.‘). Denominale Ab-
leitung mit dem Fortsetzer des Suffixes ur-
germ. *-ini̯ō-/-uni̯ō-, das häufig die durch das
Grundwort charakterisierte Örtlichkeit bezeich-
net (vgl. Krahe-Meid 1969: 3, § 101, 2). S. mist.
mistungaAWB f. ō-St., seit Ende des 12. oder
Anfang des 13. Jh.s in Gl.: ‚Ausbringen des
Mistes, Düngung; stercoratio‘ (mhd. mistun-
ge st.f. ‚dss.‘, frühnhd. mistung f. ‚Düngung‘,
nhd. mdartl. schwäb. †mistung f. ‚Bedeckung
mit Mist‘ [Fischer, Schwäb. Wb. 4, 1699], frk.
mistung f. ‚Mist, Dünger‘ [Schmeller, Bayer.
Wb.² 1, 1684], hess.-nassau. mistung f. ‚das
Ausmisten des Stalls‘ [Berthold, Hessen-nas-
sau. Volkswb. 2, 346], siebenbürg.-sächs. -mis-
tung in grünmistung f. ‚Gründüngung‘ [Schul-
lerus, Siebenbürg.-sächs. Wb. 3, 331]; mndd.
mestinc, mistinc f. ‚Düngung‘). Verbalabstrak-
tum mit dem Fortsetzer des Suffixes urgerm.
*-unǥō-. S. mistôn, -unga. – Ahd. Wb. 6, 699 f.;
Splett, Ahd. Wb. 1, 629; Köbler, Wb. d. ahd.
Spr. 791; Schützeichel⁷ 226; Starck-Wells 418;
Schützeichel, Glossenwortschatz 6, 407.
1960 Zeichen · 106 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    mistunna

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    mistônAWB sw.v. II, nur bei Npg: ‚ausmis- ten; stercorare‘ (mhd. misten sw.v. ‚ausmisten, düngen‘, frühnhd. misten sw.v.…

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Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „mistunna". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/mistunna/ewa?formid=EWA168710
MLA
Cotta, Marcel. „mistunna". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/mistunna/ewa?formid=EWA168710. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „mistunna". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/mistunna/ewa?formid=EWA168710.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„mistunna"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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