Hauptquelle · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
mistfinko*
mistaAWB f. ōn-St., Gl. 3,258,34 (12. oder 13. Jh.): ‚Misthaufen; sterquilinium‘ (mhd. mis- te sw.f. ‚Misthaufen, -grube, -platz‘, frühnhd. miste f. ‚Misthaufen, Kehrichthaufen, Müll- halde‘, nhd. mdartl. schweiz. misten f. übertr. ‚liederliche, unsaubere Frau‘ [Schweiz. Id. 4, 450], bad. miste f. ‚Misthaufen, Mistrinne im Stall, Platz für Abfälle‘, übertr. ‚alles, was unordentlich durcheinander liegt, faule Per- son [v. a. Mädchen]‘ [Ochs, Bad. Wb. 3, 683], schwäb. miste f. ‚Dunglege‘, übertr. ‚Unord- nung, Durcheinander, faule, unreinliche Frau‘ [Fischer, Schwäb. Wb. 4, 1694 f.; 6, 2 Nachtr.…