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Mirbeau

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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Mirbeau

Bd. 13, Sp. 891
Mirbeau (spr. -bō), Octave, franz. Romanschriftsteller und Kunstkritiker, geb. 16. Febr. 1848 in Trévières (Calvados), trat 1872 in die Redaktion des bonapartistischen Blattes »L'Ordre« ein, wurde 1875 Unterpräfekt von St.-Girons, gab seine Demission nach dem Siege der Republikaner 1877 und widmete sich fortan ausschließlich der Schriftstellerei. Als witziger und boshafter Chroniqueur machte er sich bald einen Namen. 1882 mußte er wegen einer gegen den Stand der Schauspieler gerichteten Plauderei, die zu einem Entrüstungsmeeting und zu einem Duell mit dem Sänger und nachmaligen Operndirektor Gailhard führte, den »Figaro« verlassen. Er gründete im nächsten Jahr ein eignes Wochenblatt: »Les Grimaces«, das in der Form Rocheforts »Lanterne« nachahmte, und worin er die Opportunisten heftig angriff, was zu einem Duell mit dem Deputierten Etienne Anlaß gab. 1884 begab er sich auf weite Reisen, und 1885 erschien, wenig bemerkt, sein erster Roman: »Jean Marcellin«. Die »Lettres de la Chaumière« (1886, illustriert 1894), kleine Novellen aus dem ländlichen Leben seiner normannischen Heimat, die sich durch stimmungsvolle, meist melancholische Naturschilderungen auszeichneten, begründeten seinen Ru s. Ihnen folgten die Romane »Le Calvaire« (1886), »L'Abbé Jules« (1888), »La famille Carmettes« (1888), »Sébastien Roch« (1890), eine bittere Satire gegen die Jesuitenschulen, die chinesische Schauergeschichte »Le jardin des supplices« (1899), der gewagte und äußerst erfolgreiche Pariser Sittenroman. »Les Mémoires d'une femme de chambre« (1901; auch deutsch, Wien 1902) und »Les vingt-et-un jours d'un neurasthénique« (1902). Auf der Bühne debütierte M. erfolgreich mit »Les mauvais bergers« (1897) als geschickter Nachahmer von Hauptmanns »Webern«. Auf den geistreichen Einakter »Le portefeuille« (1902) folgte das bedeutende Charakterstück »Les affaires sont les affaires« (1903), einer der großen Erfolge der Comédie Française. Sechs kleinere Stücke vereinigte M. in dem Bande »Farces et moralités« (1904). Als Kunstkritiker machte er sich zum Vorkämpfer der Impressionisten. In den 1890er Jahren näherte er sich den Anarchisten, arbeitete an der »Révolte« und am »En dehors« mit, zog sich jedoch nach der Ermordung des Präsidenten Carnot (1894) von ihnen zurück; mit großer Energie kämpfte er seit 1895 für die Unschuld des Hauptmanns Dreyfus. M. heiratete 1887 die Schauspielerin Alice Regnault, Verfasserin des Romans »Mademoiselle Pomme« (1886), mit der er ein Landgut bei Poissy (Seine-et-Oise) bewohnt.
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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mirbeau

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Mirbeau (spr. -bō), Octave , franz. Romanschriftsteller und Kunstkritiker, geb. 16. Febr. 1848 in Trévières (Calvados), …

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Cotta, M. (2026). „mirbeau". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/mirbeau/meyers
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Cotta, Marcel. „mirbeau". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/mirbeau/meyers. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „mirbeau". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/mirbeau/meyers.
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