Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
milteclîche adv.
1. freigebig. wirf von dir milteclîche Walth. 17,6. mildeclîche er in bôt phellil unde sîde golt und gesmîde L. Alex. im leseb. 262,14. den nôtdorftigen teilte her daʒ zîtlîche gut mildeclîchen mete Ludw. 17,17. als er ouch milteclîchen gap Ludw. kreuzf. 1838. dô her sîn blut mildeclîchen gegoʒʒen hât an henden und an fuʒen myst. 81,32. er traib von seinem hof die sprecher, geiger und alle spilleut und gab sein gut mildiglichen den armen leuten Hagens österr. chron., bei Wackern. hdb. d. d. l. s. 117,17. dô was diu milte ein lantsite und schalleten ûf einander mite: dâ von muosen sî geben, und muosen milticlîchen leben leseb. 589,32.
2. freundlich, sanftmüthig. dô sprach der künic lobesam vil harte milteclîche alsô Engelh. 2413. ûf stuont der ohse leides vrî, milteclîchen als ein scâf daʒ hât genomen einen slâf und drûʒ vil sanfte erwecket ist Silv. 5113. sundirlichen nam he di jungisten schulkinder fruntlich an sinen arm unde kuste itslicheʒ mildeclich an sinen munt Ludw. 54,33. ir sollet en nu mildeclich entphaen Cresc. im leseb. 991,16.