Hauptquelle · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)
Miasma
Miasma , griech., d.i. Verunreinigung, Krankheitsstoff, der sich besonders durch Hervorrufung endemischer und epidemischer Krankheiten zu erkennen gibt, entsteht hauptsächlich aus der Fäulniß organischer Stoffe, besonders bei Wärme u. Feuchtigkeit, auf sumpfigem Boden (s. Malaria), in Orten mit faulenden Leichnamen z.B. Kirchhöfen; ferner in Kloaken, eingeschlossenen, von vielen Menschen bewohnten Räumen, wie Schiffe, Kerker, Spitäler, Lager) u. kann durch Winde in weite Entfernungen gebracht werden. Die eigentliche Natur der Miasmen ist uns unbekannt, indem sie nicht sinnlich wahrnehmbar (höc…