Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
mette
mette
- ›Mette, Mitternachts-, Frühmesse, in der Nacht (so z. B. bei den Minderbrüdern) bzw. (in der Regel) vor Tagesanbruch von Mitgliedern eines Ordens gehaltener erster Teil (erste Hore) der sieben kanonis
- ›Zeit in der Nacht bzw. am frühen Morgen, in der die mette gesungen wird‹; Metonymie zu 1.
- ›dunkles Treiben; Geschrei, Lärm (von Kindern); mit der Kreuzigung verbundener Aufruhr; mit einer Festnahme verbundener Auflauf‹; jeweils nur 1 Beleg pro belegte Nuance; als Tropus anschließbar an 1.
- im Syntagma (jm.) die metten lesen / singen ›mit jm. Geschlechtsverkehr haben‹ (in allen Belegen vom Mann aus auf die Frau gesehen); am ehesten hier anschließbar: mette (wortspielerisch für metze) ›Fr
- ›Schmutz, Dreck‹.
Etymologie: zu mhd.