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Merkwürdigkeit

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Merkwürdigkeit

Merkwürdigkeit

merken Vb. ‘wahrnehmen, entdecken, spüren, mit dem Verstand auffassen und im Gedächtnis festhalten’, ahd. merken ‘bezeichnen, angeben, abgrenzen’ (11. Jh.), mhd. merken ‘beachten, beobachten, wahrnehmen, sich einprägen, mit einem Zeichen versehen’, asächs. merkian, mnd. mnl. nl. merken ‘markieren, bezeichnen, spüren’, anord. merkja ‘kenntlich machen, bezeichnen’, schwed. märka (germ. *markjan) sind abgeleitet von den unter Marke f. (s. d.) angeführten neutralen Substantiven. Ebenfalls dazu sind gebildet ahd. markōn ‘begrenzen, kennzeichnen’ (um 800), asächs. markon ‘bestimmen, bemerken’, aengl. mearcian ‘bezeichnen’, engl. to mark, anord. marka ‘kennzeichnen, bekanntmachen, verstehen’. Als Ausgangsbedeutung ist anzusetzen ‘mit einem Zeichen versehen’, woraus ‘das Gekennzeichnete wahrnehmen und beachten’. – merklich Adj. ‘deutlich, wahrnehmbar’, mhd. merklich ‘wohl zu beachten, bemerkbar, deutlich, bedeutend, wichtig’. merkwürdig Adj. ‘seltsam, verwunderlich’ (19. Jh.), ‘bemerkenswert, bedeutsam’ (17. Jh.); Merkwürdigkeit f. (18. Jh.). anmerken Vb. ‘eine (ergänzende) Bemerkung machen, anzeichnen, be-, vermerken’ (16. Jh.); vgl. ahd. anamerken (9./10. Jh.), mhd. anemerken ‘angrenzen’; Anmerkung f. ‘Vermerk, (kurze) Erläuterung’ (15. Jh.), auch ‘Fußnote’ (17. Jh.), nach lat. observātio ‘Wahrnehmung, Beobachtung’. aufmerken Vb. ‘seine Gedanken konzentriert auf etw. richten, aufpassen’ (15. Jh.); aufmerksam Adj. ‘gut aufpassend, konzentriert folgend, höflich’ (17. Jh.); Aufmerksamkeit f. (17. Jh.). bemerken Vb. ‘wahrnehmen, ergänzen, seine Meinung zu etw. äußern’, ahd. bimerken ‘aufzeichnen, kennzeichnen’ (11. Jh.), mhd. bemerken ‘beobachten, prüfen’; Bemerkung f. ‘kurze Meinungsäußerung zu etw., Wahrnehmung, Beobachtung’ (17. Jh.). vermerken Vb. ‘notieren, merken’, spätmhd. vermerken ‘(be)merken, gewahr werden’; Vermerk m. ‘Notiz, Eintragung’, älter ‘Bemerkung’ (17. Jh.).
1900 Zeichen · 79 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mêrkwürdigkeit

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Mêrkwürdigkeit , plur. die -en. 1) Die Eigenschaft einer Sache, nach welcher sie merkwürdig ist; ohne Plural. 2) Ein…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Merkwürdigkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Merkwürdigkeit mehrfach -ck- 1 als Art, Eigenschaft a iSv Bedeutsamkeit, Vortrefflichkeit (von jdm od etw) [ betr Werke …

  3. Spezial
    Merkwürdigkeit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Merk|wür|dig|keit f. (-) cossa demorvëia f. , rarité (-s) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit merkwuerdigkeit

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von merkwuerdigkeit

merkwuerdig + -keit

merkwuerdigkeit leitet sich vom Lemma merkwuerdig ab mit Suffix -keit.

merkwuerdigkeit‑ als Erstglied (1 von 1)

Ableitungen von merkwuerdigkeit (1 von 1)

Unmerkwürdigkeit

Campe

Die Unmerkwürdigkeit , Mz. — en . 1) Die Eigenschaft einer Sache, da sie unmerkwürdig ist; ohne Mehrzahl. 2) Eine unmerkwürdige Sache. »Ande…