Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
merdum m.
merdum , m. , die im mittellatein. vorkommende form neben merda ( merda, merdum, merdula, merdulum, treck, kat, scheisz Dief. 357 b ), wird in den Nürnberger fastnachtspielen scherzhaft verhüllend für das deutsche wort gebraucht, als masc. nach dem letzteren: den merdum, den ich han geschissen, dem hab ich das heubel abgepissen, das er uber mein wang abran. 126, 16 ; dem sol man seinn munt mit merdum vermaurn. 711, 13 ; sonst auch merdrum: den gehort ein solche straf zu das man in des merdrums in die meuler schlug. Rosenblut ebenda 1159 ( variante der Dresdner handschr. nr. 50 merdams); that d…