Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
menscheit stf.
1. der zustand als mensch. dîn kint wart dort verhouwen, sîn menscheit sich ergap Walth. 77,15. diu menscheit muoʒ verderben, suln wir den lôn erwerben das. 77,24. er ne getorste nieht scouwen vor siner menniskheite ze der groʒʒen gotheite Exod. fundgr. 2,91,16. diu gotlîche menscheit Barl. 67,16. 19. 75,24. alsus vert diu mennischeit, hiute freude morgen leit, das menschliche leben, loos, Parz. 103,23. sünde der ich niht enlieʒ in der jugende, des diu menscheit mich betwanc MS. 2,172. a. die menschliche natur, schwachheit. daʒ gotes sun die menscheit hât an sich genomen das. 224. a. hæte got der menscheit niht das. 223. b. diu brœde mennescheit Maria 188. Vrid. 68,14. zuoversiht zuo der menscheit zu der menschlichen kraft, entgegengesetzt der zuversicht zu gott. Silv. 2784.
2. die gesammtheit der menschen. sicher scheint mir diese bedeutung in der folgenden stelle zu gelten. es wird Maria angeredet: Lob al der menschenheite gar Ze himelrîche ein werde küniginne Ein spiegel glanz der engelschar MS. 2,120. b.