Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
menge
menge
- ›Menge, (in der Regel: große, Beachtung fordernde, deutlich seltener: kleinere) Anzahl von Menschen sowie dem Menschen analog gesetzter Wesenheiten (engel, teufel), vereinzelt auch von Tieren (z. B. V
- ›Volk in seiner breiten Masse‹; als Spezialisierung zu 1 auffaßbar, gegenüber diesem mit deutlicher abwertendem Unterton gebraucht; schwach belegt.
- ›von einer Menge, Gesamtheit (von Menschen) abgegrenzter Teil, Großteil, Teileinheit einer genannten oder pragmatisch vorausgesetzten größeren Gruppe‹.
- ›Vielheit, Vielzahl, hohe Anzahl zählbarer, aber nicht gezählter Bezugspersonen oder -sachen‹; im Unterschied zu 1 ist die Individualität des in ›Vielheit‹ Stehenden in stärkerem Maße erhalten, dennoc
- ›über das Normalmaß hinausgehende Menge e. S. (z. B. reichtum, wein)‹.
- ›bestimmbares Maß‹; als Metonymie: ›Meßbarkeit‹; speziell: ›Zählbarkeit äußerer Gegebenheiten (der äusseren werke, der dinge) infolge der dem Menschen als gottgegeben zugeschriebenen Möglichkeit, Gren
- ›Übermaß, nicht durch Setzungen bestimmbares Ausmaß abstrakter Gegebenheiten, insbesondere von Setzungen der Sinnwelt ,Religion‘‹.