lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Mauer III

nur Dial. · 1 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
1 in 1 Wb.
Sprachstufen
1 von 16
Verweise rein
2
Verweise raus
0

Eintrag · Rheinisches Wb.

Mauer III

Bd. 5, Sp. 960
Mauer III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk mauər, –ǫu-, Pl. wie Sg. u. -rə; Mosfrk mǫ·u.ər, Pl. -rə(n); n. der Diphthongierungs-L. mū:r, mū·ə.r [Köln-Stdt -ō:-; NWErk -ū-], Pl. -rə; Klevld mūr [lrhn. n. ausschl. Klev-Hülm Goch Pfalzd Moyland Till Warbeyen -ȳ-], Pl. -rə; Demin. maiərχə(n), –ęi-, –ę·i.-, –ȳ:-, -ȳ·ə.-, mȳ·ə.rkə, mȳăkən [Klev myrkə; NWRees mȳrəkə; Mülh-Ruhr mȳ·ə.ršə] f.: 1.a. wie nhd. [doch im Geb. des Holzfachwerkes ursprüngl. nur das aus Bruchsteinen gemauerte Fundament, während das übrige Wand heisst (s. u. Mäuerchen), dazu alles nur aus Steinen Gemauerte, wie Hof-, Gartenmauer (da niedrig, meist Mürchen)]; en M. bauen, opsetzen, setzen Allg.; en Ein-. Twiəsteinsmur in der Breite eines (zweier) Steines Nfrk; en Bruchstens-, Zigelstensm. Rip, Allg.; de Bute-, Bönnemur Nfrk, Allg.; Brandm. Allg.; e verlore M. Fundament Bitb; al (alte) M.ən zerfallenes Schloss, Ruine Allg.; de M. hät en Buək (Bauch) wenn sie vor Alter nach aussen herausgedrückt ist Gummb. RA.: Dat steht as en M. so fest Elbf, Allg.; he steəht esu fas wie en M. handelt nach festen Grundsätzen Aach; de Kuh hot (beim Decken durch den Stier) gestann wie e M. Hunsr; er schläft (so fest) wie en M. Bernk-Lückenbg. Su weiss wie en M. Trier (meist sonst Wand). De M.ən hun Ohren es steht ein Lauscher hinter der M. Trier-Mehring; inne Stadt häwwe de M.ə O. Klev; Hegge on M.ə hant Uəhre MGladb; H. hon Age un M.n hon Uhren Koch. De M. ös am hecken (bekommt Jungen) sie droht umzustürzen, so sehr neigt sie sich Sieg-Rhönd. En Uhrfei kreischte, dat de M. dir de zwatt geft! Merz-Bergen. Du has de ganze M. metgenomme zu einem, der Tünche an den Kleidern hat Aach, Allg. (meist Wand). Do löf e wedder de M. öm von einem, der schief geht Dür-Geich. De bas esu domm, dat mer M.n mat dir omstusse (-rennen) kennt Bitb, Allg., — dan dehts de noch froən (fragen), wat esu gerappelt hätt Bitb-NWeis. Haben Maurer eine schlechte M. aufgerichtet u. sehen sie dies ein, so sagt der eine zum andern: Hal de M. esu lang fas, da gohn ich et Geld holle! Ahrw-Sinzig, Aach-Merkst. M. bauen, en M. make ein Kindersp.; die Mutter legt ihre Hand als flachen ‘Stein’ auf den Tisch, das Kind die seinige darauf, ein zweites die eine H., dann das erste die andere H. usf.; dann zieht der Besitzer der untersten H. diese fort u. mauert sie wieder oben darauf usf. Gummb. — Achter de M. meist verrufener Stadtteil in nrhn. Städten; achter de M. on op der Grot (Gassenname), do het den Deuwel sin Sot (Saat) Duisb. De Flege hengeren höm a jen M. Aach, Allg. (doch meist Wand). Den as esu drekig, wann änen hen däht un (an) de M. schmeissen, do bleff hen drun hänken so schmierig ist er Bitb, Allg. (meist Wand), — un dat se hen mam Schohmesser erofkrazen Bitb-NWeis. An de M. halen zum Pissen Rip, Allg. De Erdeler (Bitb-Irrel) Bauern, de setzen op de M.n un finke Flih un essen se rih (roh)! Neckspr. (u. so vielfach in Neckspr.). De schleaht ai Gefach us der M. on muərt det anner derbet (damit) zo deckt alte Schulden mit neuen, ist am Ende seiner Mittel Siegld-Geisweid. Jet der leiste Nagel us jen M. koste den Rest der Habe zur Erlangung der Gesundheit Aach-Stdt. Hammer dech bei der M.? bei frischer Tat ertappt Rheinb-Meckenh. Hej löppt met de Kopp dör (tegen) de M. der Eigensinnige Klev, Allg.; mer mint, mer misst mat dem K. durch de M. gohn! Prüm-Weinsf; en as esu domm, dat e (mat dem K.) kennt durch en M. renen Bitb. De sitt (sieht) dörch sövve (7) M.ə Aach-Stdt. De setzt henner de M.ə im Gefängnis Allg. Wann er hinner der M. is, is er batzig (frech) wie e Hahn Ottw-Neunk. Et es en Pin (Schmerz), dat me lans ene M. (hätte) könne eropgohne Eup, Allg. Üəver et Müərke kike scherzh. den Mädchen in den Brustlatz schauen Kref-Linn. De springt im (um ) de M. er ist halbnärrisch May-Kehrig. We mer den widder en M. schmeissen däht, däht e klewen bleiwen der Schmierfink Bernk, Allg. Du kös töuscher (zwischen ) M.ə ins Gefängnis Monsch, Grevbr-Hoppers, Lennep, Sol. Schnörringer (Waldbr-Schnörring) Buren, töscher zweien M.ən, t. zw. Echen (Eichen) hängt en Sack voll Seche (Seiche, Jauche); all die Schn., die do droppen sing, wechen (weichen) sech de Köschten (Krusten) drinnen usf. Neckspr. — Meierches ein Klickersp., wobei die Klicker gegen eine M. geworfen werden, dass sie zurückschnellen u. etwa daliegende treffen Saarbg, Trier; Müərke Kemp-Dülken, Geld, Emmerich; Müərke pecke Grevbr, MGladb, Kemp-Lüttelbracht; Müərche becke Aach-Röhe; Müərke schmiten Ruhr; Mauerwerfches Saarl; Müərche werpe Schleid, Rheinb; Müərke scheiten (schiessen) Ess, Ruhr, — klitsche MGladb, Geilk, — klätschen Heinsb-Arsbeck, Eusk-Enzen, — knitsche Geilk-Übch, — precken MGladb-Giesenk; Müərche titsche (u. pitsche) Eusk, Rheinb, Dür-Poll; M. langen Gummb-Dümmlinghsn. — M. setten! das Spiel ‘Bub heraus’ Rees-Bergerfurth. — Rätsel. Wer baut Johrzehnt lang on kann doch ken M. bauen? der Acker- u. Weinbauer Daun-Strotzbüsch. Be (wie) leit en Katz of der M.? (hart) Koch-Laub Urschmitt. — b. besondere M. α. Meierche (usf.) nur Demin. die zwischen Herdstelle u. Wohnstube bis zu ⅔ Höhe der Stube in grösserer Dicke (als die andern Wände) errichtete Zwischenmauer (eine Art Brandmauer, auch in alten Fachwerkhäusern aus Fachwerk, aber mit einer dicken Lehmschicht geplästert), auf deren breiter, in die Küche u. in die Stube reichende Oberkante man Leuchter, Zinngerät udgl. stellte, heute natürlich nur noch in den ältesten Fachwerkhäusern; im OBerg befindet sich das holzbekleidete M. im Innern des Hauses, wo die Mauer endigt u. das Fachwerk beginnt, etwa in Fensterhöhe; auf dem Hunsr nennt man die Ofenleiste, das Wandbrett aus Holz am Ofen der Wohnstube M. (jedenfalls früher gemauert). — β. die verschiedenen Etagen der Weinberge werden an Saar u. Mos Mauern (Mäuercher) genannt; man sagt: die zwei ewerschten Mauern sen noch ze grawen (usf.); die obere Etage op der M., die darunter liegende inner der M. — 2. übertr. Meierche Zaunkönig Ottw. — Abl.: dat Gemürsch (Rip), Gemür (Berg).
6059 Zeichen · 172 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. modern
    Dialekt
    Mauer III

    Rheinisches Wb.

    Mauer III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk mauər, –ǫu-, Pl. wie Sg. u. -rə ; Mosfrk mǫ·u.ər, Pl. -rə(n) ; n. der Diphth…

Verweisungsnetz

3 Knoten, 2 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 2 Sackgasse 1

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maueriii

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — maueriii kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „maueriii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/maueriii/rhwb?formid=M02702
MLA
Cotta, Marcel. „maueriii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/maueriii/rhwb?formid=M02702. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „maueriii". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/maueriii/rhwb?formid=M02702.
BibTeX
@misc{lautwandel_maueriii_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„maueriii"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/maueriii/rhwb?formid=M02702},
  urldate      = {2026-05-13},
}