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Matejko

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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Matejko

Bd. 13, Sp. 423
Matejko, Johann, Maler, geb. 30. Juli 1838 in Krakau, gest. daselbst 1. Nov. 1893, studierte auf der dortigen Kunstschule und auf den Akademien in Wien und München und erwarb sich 1865 eine Medaille. Auf der Pariser Weltausstellung von 1867 wurde er zuerst weiten Kreisen durch einen Reichstag zu Warschau 1773 (jetzt im Hofmuseum zu Wien) bekannt. Es folgten: der Alchimist Sendziwoj vor Siegmund III.; Wladislaw der Weise wird auf den polnischen Thron berufen; der Hofnarr des Königs Siegmund; Skargas Predigt vor der Landtagssitzung in Gegenwart König Siegmunds III.; Union der Polen und Litauer zu Lublin; Stephan Báthori, vom russischen Gesandten um Frieden gebeten; Johann Wilczek während der Verteidigung eines Benediktinerklosters gegen Matthias Corvinus; König Johann Sobieskis Gebet vor Beginn der Türkenschlacht (im Nationalmuseum zu Rapperswil); Einsegnung der Siegmundsglocke; Ermordung des Königs Przemysl u. v. a. Seit der Mitte der 1870er Jahre nahm die Charakteristik seiner Figuren an Energie und Derbheit zu, die sich bisweilen bis zur Roheit steigerte. Auch bevorzugte er die unvermittelte Zusammenstellung der grellsten Farben. Von seinem einseitigen nationalpolnischen Standpunkt verband er mit seinen Gemälden eine politische Tendenz, deren Spitze gegen Deutschland und Preußen gerichtet ist. Dieser Tendenz dienen die figurenreichen Kolossalgemälde: die Schlacht bei Tannenberg 1440, die Niederlage des Deutschen Ordens verherrlichend; die Niederlage bei Warna; Huldigungseid des Herzogs Albrecht von Preußen vor König Siegmund von Polen (1883); der Entsatz von Wien durch Johann Sobieski (Geschenk der Polen an den Papst Leo XIII., im Vatikan zu Rom); der Einzug der Jungfrau von Orléans in Reims. Von seinen spätern Bildern sind noch zu nennen: Kosciuszko nach der Schlacht bei Raclavice; Wladislaw der Weise im Gefängnis und Erklärung der polnischen Konstitution 3. Mai 1791. Diese letzten Gemälde leiden sowohl durch übertriebene Charakteristik und harte und bunte Färbung als durch die wirre, überladene Komposition. M. hat als Direktor der Kunstschule in Krakau einen großen Einfluß auf die Bildung einer polnischen Malerschule ausgeübt. Ein Teil seiner Werke erschien in dem »Album Matejki« (Warschau 1875).
2242 Zeichen · 23 Sätze

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Matejko

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Matejko , Johann , Maler, geb. 30. Juli 1838 in Krakau, gest. daselbst 1. Nov. 1893, studierte auf der dortigen Kunstsch…

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Cotta, M. (2026). „matejko". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/matejko/meyers?formid=M03283
MLA
Cotta, Marcel. „matejko". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/matejko/meyers?formid=M03283. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „matejko". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/matejko/meyers?formid=M03283.
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