Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
martære stm.
1. der blutzeuge. hornbrüeder und martere, als ich iu bescheiden wil, schottenbrüeder und die mit den swerten sint dâ engegen alle gar ein wint MS. 2,153. a. milter fürste und marterer umb êre Walth. 32,32. hiut nemen dîn war mit lobe die marterære Gottfr. lobges. 39,8. daʒ er vil dar nider tôt unde wart sus in der swære durch got ein merterære Pass. 44,29. dô sluc man in di houbit abe bî der stat zu Parîs, daʒ dâ heiʒet der berc der merterêre (der Montmartre, vergl. Gr. myth. 180. u. XXXIII.) myst. 218,29. si wâren merterêre und sint mit rôten kleiden von der werlde gescheiden Pass. K. 5,46. vgl. das. 34, 22. 148,26. manic schone mertilere Mar. himelf. 1447. der tiuvel hât durch sînen spot manegern mertelære danne got Vrid. 67,24. wande ich des tiuvels martirære was Massm. denkm. 82. die stîge sint ûf und nider uns martilæren allen mit velsen vervallen Trist. 17089. ich weiʒ wol, eʒ ist ein alteʒ mære, daʒ ein armeʒ minnerlîn ist reht ein marterære leseb. 754,26. sô merkent waʒ ouch swære die armen marterære hie tegelîche lîdent, die bî der ê sitzint Martina im leseb. 765,33. ir wiʒʒet beide selben wol, daʒ ich bin martelær genôʒ, wan mîniu arbeit ist sô grôʒ, daʒ ich von leid mac immer sagen. ir seht mich ûf und abe tragen waʒʒer holz korn unde mist, und swaʒ teglîch ze tuonne ist ûf einer hôhen bürge Renner, im leseb. 780,9.
2. der qualvoll leidende. si jâhen, daʒ daʒ wære ein armer marterære, ein tôtwunder spilman: 'wol hin, ir seht eʒ im wol an, er stirbet morgen oder noch, und in der marter hât er doch einen muot sô lebelîchen, in allen künicrîchen enfünde man ein herze niht, daʒ also grôʒer ungeschiht möhte genemen sô kleine war' Trist. 7651.