Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Marille
Marille
Amarille, Marille f. (vorwiegend bair. öst. schweiz.) ‘Aprikose’, entlehnt aus ital. amarillo, das über armellino auf lat. Armeniacum (pomum) ‘der aus Armenien (stammende Apfel)’ beruht. Daher im Dt. (im Plur.) Maryln (Anfang 16. Jh.), Marillen (16. Jh.), Ammarellen (15. Jh.) neben Armenellen (16. Jh.). Auch Moralle (17. Jh.), Morelle (um 1700), diese wohl lautlich beeinflußt von Morelle f. (vorwiegend rhein. schwäb. schles.) ‘Sauerkirsche’, Morell (17. Jh.), auch Marelle, Moralle, zuvor frühnhd. amarelle, amelber aus mlat. amarellum n., zu lat. amārus ‘bitter, herb’. Morelle und Marille sowie ihre Varianten sind lautlich und inhaltlich vielfach miteinander vermischt.