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mährte

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

mährte f.

Bd. 12, Sp. 1468
mährte, f. gemisch aus speise und trank, eingeweichtes backwerk, kaltschale: märte, märde, intrita, intritum, biermärte, weinmärte, wassermärte Stieler 1244; mährde, art eines essens, von getränke und eingebrocktem, intrita, von weine, panis e vino. Hederich 1562; märde, kalte schale, intrita Steinbach 2, 28; märte, moretum, intritum Frisch 1, 646a; schles. mærte, biermærte, weinmærte, kaltschale mit bier oder wein Weinhold 60a, ebenso obersächsisch, düringisch; dieses schickt sich hieher, wie eine faust auf ein auge, wie speck zur mährte. Reinhold reime dich (1673) 6. — mährte scheint ein altes, in das profane leben eingedrungenes klosterwort: aus lat. merenda entstand der ahd. ausdruck mereda antecenia, merenda Graff 2, 846, merata (Diut. 3, 256, 15), merda (Sumerl. 17, 27), der sich auch als masc. merôt, meret, mert (Graff 2, 845) findet, für eine einfache zwischenmahlzeit, die aus backwerk in etwas flüssigem eingetaucht bestand, und die in der Benedictinerregel lat. mixtum genannt wird (Hattemer 1, 88). der nasal der lateinischen form hat sich lange und zum theil bis jetzt erhalten, obschon er bereits im ahd. nicht mehr bezeugt ist: merend, vulg. undermal, anticena, est cibus in meridie. voc. inc. theut. n 6b; die merend, genusz einer speise zwischen dem mittags- und nachtessen, auch marene jausen Schm. 1, 1640 Fromm.; in Kärnten márènde die jause, das nachmittagsbrot Lexer 186; in Tirol marend jause zwischen dem mittags- und nachtessen Schöpf 423; in Vorarlberg merend Fromm. 4, 321; in diesen mundarten hat wol auf die erhaltung des nasals die nähe romanischer mundarten, die das wort haben, eingewirkt. mhd. bestand das fem. merâte, merât (Lexer 1, 2108, merât als prot in wasser, ypa. voc. von 1482 ebenda), die vorform unsers mährte, neben dem masc. merôt, mert (2115). bei betrachtung dieser verhältnisse drängen sich zweifel auf, ob das oben aufgeführte mähren, das erst mhd. als mërn erscheint, ein deutsches wort sei, und nicht vielmehr ein der klosterküche entsprossenes kunstwort, von jenem mereda hergenommen, und zunächst die bereitung einer solchen nahrung bezeichnend, dann in freieren gebrauch gekommen.
2169 Zeichen · 30 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mährte

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Mährte , plur. die -n, im gemeinen Leben einiger Gegenden, eben die Art der Speise, welche man auch eine kalte Schal…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maehrte

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