Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
loröl n.
loröl , n. öl von den lorbeeren: daʒ öl macht man alsô. man schol die vrischen lorper zerstôʒen und dar nâch lang sieden in öl und schol daʒ dann seihen durch ain tuoch; daʒ haiʒt dann loröl. daʒ selb öl macht man auʒ frischem lorlaup. Megenberg 327, 33 ; lorbeer-öl oder loröl wird meistentheils aus Mayland gebracht, allwo sie dasselbe aus den frischen und reifen lorbeern pressen. Hübners handlungslex. (1722) 1310 ; es stand als linderungsmittel bei fieber- und nervenkrankheiten in ansehen ( öcon. lex. 1454). ob damit der bildliche, im 16. jahrh. häufige gebrauch von loröl in der bedeutung wie…