Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
lîdan
gilitan) mit gramm. Wechsel, im Abr (1,
228,17 [Ra]), Gl. 2,285,55 (10./11. Jh.,
bair.). 351,14 (Hs. 2. Hälfte des 11. Jh.s, Zeit
des Gl.eintrags unbekannt, obd.). 465,39 (in
2 Hss. des 10. und 11. Jh.s, Zeit der Gl.-
einträge unbekannt); 4,13,57 (2. Viertel des
1247 lîdanS1248
9. Jh.s), B, GB, O, OG, FP, L, SG, NBo,
NMC, NCat, Nps, Npg, Npw und WH:
‚fahren, gehen, vorübergehen, vorbeigehen,, part.prät.
durchführen, vollenden, erdulden, leiden,
erleiden, ertragen, dulden, zulassen; acci-
pere, affici, agitare, ferre, pati, perferre,
perpeti, sustinēre, urgēri‘
‚ver-, ni lîdan
gangen; praeteritus, transactus‘
‚nicht hinnehmen; excedere‘, lîdan skulanto
‚leiden werdend; toleraturus‘, rehtaz wîzi
lîdan
‚in Schranken weisen; luere‘, âhta /
âhtunga lîdan
‚Verfolgung erleiden‘, nôt
lîdan
‚Not leiden; pati‘, tôd lîdan
‚den Tod, unreht lîdan
erleiden‘
‚Unrecht erleiden;, wehsal
iniuriam accipere, pati, sustinēre‘
lîdan
‚eine Veränderung hinnehmen; muta-〈Var.: prät.sg. -i-; -t(-)〉. – Mhd. lîden
ri‘
st.v. (prät. leit, liten, part.prät. geliten)
‚ge-, früh-
hen, vorübergehen, leiden, erdulden‘
nhd. unr.v. leiden
‚ertragen, erdulden, auf, den tod leiden
sich nehmen, billigen, schuldig sein, passend
sein, gehen‘
‚sterben‘, das
recht leiden
‚rechtlich verfolgt werden‘, nhd.
leiden unr.v.
‚von Schmerz gequält werden,. Zur Bed.entw. s. u.
etwas ausstehen müssen, ertragen, erdulden,
Schaden nehmen, betroffen sein, gern haben,
zulassen, erlauben‘