Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
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Libussa (tschech. Libusa, spr. libuscha), nach der böhm. Sage (etwa um 700) die Gründerin von Prag, die jüngste Tochter Kroks, des Herrn von Wyschehrad. Nach des Vaters Tod wurde L., die sich durch Klugheit auszeichnete, zur Regentin gewählt. Sie heiratete, als das Volk, der Frauenherrschaft müde, verlangte, daß sie einen Gatten wähle, Přemysl (s. d.), den Herrn zu Staditz. Beide sind die sagenhaften Ahnen des Geschlechts, das in Böhmen in männlicher Linie bis 1306 regierte. Ein in seiner Unechtheit erwiesenes Gedicht, die sogen. Grünberger Handschrift (s. d.), führt den Titel: »Libušin soud« (»Libussas Gericht«) und behandelt als Bruchstück eine Episode aus ihrem Herrscherwalten. Dramatisch behandelten die Geschichte der L. Klemens Brentano in dem Schauspiel »Die Gründung Prags« (1815) und Grillparzer in dem Trauerspiel »Libussa«. Vgl. Grigorovitza, L. in der deutschen Literatur (Berl. 1901).
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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19./20. Jh.
Konversationslex.Libussa
Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg
Libussa , böhm. Königin, gest. um 738, mehr der Sage als der Geschichte angehörig, Tochter des Königs Kroch, wählte den …
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit libussa
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