Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
lebensfaden m.
lebensfaden , m. das leben unter dem bilde eines fadens, eine schon im deutschen mittelalter aufgenommene vorstellung: wan Klôtô, diu den rocken dinset, diu muoʒ lîden, wan Atropos abe snîden wil des lîbes sîden vadem. Germ. 3, 406, 65 ; der schwächste lebensfaden zieht sich in unerwartete länge. Göthe ...; aber die flammen meiner seele wehen bis zum körper und sengen den mürben lebensfaden ab. J. Paul Hesp. 2, 240 ; seiner aufblühenden kinderschaar vertrauend, beschlich ihn keine ahnung, dasz er mit dieser einfädelung den lebensfaden vom alten mannsstamme des Svend Estrithson durchschneide. D…