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Las Casas

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Las Casas

Bd. 12, Sp. 206
Las Casas, Fray Bartolomé de, span. Geistlicher, geb. 1474 in Sevilla, gest. im Juli 1566 in Madrid als Bischof von Chiapas, studierte in Salamanca die Rechte und ging 1502 nach der Insel Española, wo sein Vater, der Kolumbus auf seiner zweiten Reise begleitete, Grundbesitz erworben hatte. Nachdem er dort acht Jahre als Pflanzer und Sklavenhalter zugebracht, wurde er 1510 Geistlicher; später, 1521, ist er in den Dominikanerorden eingetreten. 1512 siedelte er nach Cuba über. Im Anblick der Rücksichtslosigkeit, mit der die Eingebornen dort ausgebeutet wurden, entstanden seine philanthropischen Pläne, zu deren Ausführung er 1515 nach Spanien ging. Er verlangte Schonung der eingebornen Indianer und, um die schweren Arbeiten ihnen abzunehmen, Einführung von Negersklaven nach den spanisch-amerikanischen Besitzungen. Ein Kolonisationsversuch, den er selbst 1520 in Cumaná mit freien Indianern machte, schlug vollkommen fehl. Nichtsdestoweniger hat L. sein ganzes Leben lang die Agitation zugunsten der mißhandelten Indianer fortgesetzt und leidenschaftliche literarische und persönliche Fehden ausgefochten mit allen denen, die das System der encomiendas und repartimientos (Zuteilung der Indianer an die Kolonisten) verteidigten, wie besonders Gines Sepulveda, der gegen L. seinen »Democrates alter« verfaßte, auf den L. mit der »Apologia« und den »Treinta proposiciones juridicas« antwortete. Diese erschienen 1552 in Sevilla zusammen mit der »Historia apologetica«, dem Werke, durch das L. berühmt geworden ist. Dasselbe ist aber keineswegs eine historische Quelle, sondern eine agitatorische Tendenzschrift voll arger Übertreibungen. Seine groß angelegte »Historia de las Indias«, zu deren Abfassung er vieles Material aus dem Nachlaß des Kolumbus benutzen konnte, ist nur zur Hälfte vollendet und erst 1875–76 in der »Coleccion de documentos ineditos para la historia de España«, Bd. 62–66, veröffentlicht worden, während seine Streitschriften vielfach gedruckt und in verschiedene Sprachen übersetzt worden sind. Vgl. Grégoire, Apologie de L. (Par. 1802); Helps, Life of L. (2. Aufl., Lond. 1868); Dutto, Life of B. de las Casas (St. Louis 1902), und besonders Fabié, Vida del P. Fr. Bart. de L. (Madrid 1879).
2241 Zeichen · 32 Sätze

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Las Casas

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Las Casas , Bartolomeo de, der unermüdliche Fürsprecher der Eingebornen Amerikas, wurde geb. 1474 zu Sevilla, studierte …

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Cotta, M. (2026). „lascasas". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/lascasas/meyers
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Cotta, Marcel. „lascasas". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/lascasas/meyers. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „lascasas". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/lascasas/meyers.
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